Kloster Alahan
Kloster Alahan in Mersin, Turkei
Das Kloster Alahan liegt in den Bergen nordwestlich von Silifke in der Provinz Mersin an der Straße in Richtung Konya. Der Komplex wurde an einem steilen Hang errichtet, daher ist seine Architektur eng mit dem Relief verbunden: einzelne Gebäude, Terrassen, Treppen und Durchgänge befinden sich auf verschiedenen Ebenen. Es ist eines der bekanntesten fruhchristlichen Denkmäler im Suden der Turkei.
Die wichtigsten Bauten stammen uberwiegend aus dem 5.-6. Jahrhundert. Auf dem Gelände sind die Reste von zwei Basiliken, eines Baptisteriums, Wohn- und Wirtschaftsgebäuden sowie in den Fels gehauene Elemente erhalten. Besonders bekannt sind das Baptisterium mit kreuzformigem Taufbecken und die dekorativen Steinmetzarbeiten, durch die sich Alahan von anderen Denkmälern der Region abhebt.
Der Komplex ist fur das Studium der fruhbyzantinischen Architektur und der Geschichte des Christentums in Isaurien von großer Bedeutung. Hier lässt sich erkennen, wie ein Klosterensemble in die Gebirgslandschaft eingebettet wurde und wie sich sakrale, Wohn- und Wirtschaftsräume miteinander verbanden. Selbst in seinem ruinosen Zustand vermittelt das Denkmal ein recht vollständiges Bild von Große und Aufbau einer solchen Anlage.
Alahan ist besonders interessant fur diejenigen, die in der Umgebung von Silifke unterwegs sind und nicht nur die Kuste, sondern auch historische Orte in den Bergen von Mersin sehen mochten. Man kommt hierher wegen der archäologischen Uberreste, des gemeißelten Steindekors und der Panoramablicke auf die umliegenden Hänge.
Kloster Alahan auf der Karte
Das Kloster Alahan und seine Ruinen am Berghang
Hier sind die Spuren eines fruhchristlichen Klosterkomplexes erhalten geblieben.
Fruhchristlicher Komplex an einem Berghang in Isaurien
Während der Besichtigung gehen die Besucher zwischen den Ruinen der westlichen und ostlichen Kirche, Abschnitten von Kolonnaden, Bogen und den Resten der Innenhofe hindurch. Die auffälligsten Details sind geschnitzte Portale, ornamentierte Kapitelle und fein bearbeitete Steinblocke. Dank der offenen Lage ist die Gliederung des Ensembles und die Verbindung seiner Teile gut nachvollziehbar.
Besondere Aufmerksamkeit verdient das Baptisterium, in dem ein kreuzformiges Taufbecken erhalten geblieben ist. Außerdem sind Felsbereiche mit herausgearbeiteten architektonischen Elementen und Spuren von Wohnräumen zu sehen, die mit dem klosterlichen Leben verbunden waren. Fur einen Rundgang uber das Gelände empfiehlt sich festes Schuhwerk: Das Relief ist uneben, und ein Teil der Strecke fuhrt uber Stein und Hanglagen.
Der Ort eignet sich fur alle, die sich fur Archäologie, das fruhe Christentum und die Geschichte der byzantinischen Kunst interessieren. Auf dem Gelände gibt es fast keine moderne Bebauung, daher richtet sich die Aufmerksamkeit ganz auf die Ruinen selbst und die umliegende Berglandschaft. Nicht weit von Silifke befinden sich auch die Hohle Cennet ve Cehennem, die antike Stadt Uzuncaburc und die Kustenfestungen der Region.
In der Regel erreicht man den Ort mit dem Auto von Silifke aus uber die Bergstraße in Richtung Konya. Wegen der abgelegenen Lage und der Hohenunterschiede plant man den Ausflug am besten bei Tageslicht und gutem Wetter.
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Fotos von Alahan
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