Dardanellen
Dardanellen und Assos (Behramkale), Turkei - Geschichte und Routen
Die Dardanellen liegen im Nordwesten der Turkei, in der Provinz Canakkale, und trennen die europäische Halbinsel Gelibolu von der asiatischen Kuste der Troas. Es ist eine schmale Meerenge zwischen der Ägäis und dem Marmarameer, die Teil der Wasserstraße ist, die sich weiter uber den Bosporus bis zum Schwarzen Meer fortsetzt. Im Turkischen ist die Meerenge als Canakkale-Bogazi bekannt, in der Antike wurde sie Hellespont genannt.
Die Dardanellen sind nicht nur als Schifffahrtskorridor wichtig, sondern auch als markanter naturlicher Orientierungspunkt der Region. Die Länge der Meerenge beträgt etwa 61 km, und die Breite variiert von ungefähr 1,2 bis 6 km. Diese Gewässer sind durch starke Stromungen und regen Schiffsverkehr gekennzeichnet, daher sind die Aussichtspunkte an der Kuste besonders interessant fur alle, die den Betrieb einer großen Seeroute aus nächster Nähe sehen mochten.
Mit der Meerenge sind verschiedene Epochen der Geschichte verbunden. Antike Autoren erwähnten sie im Zusammenhang mit den Feldzugen des persischen Konigs Xerxes und Alexanders des Großen, und im 20. Jahrhundert wurden das Gebiet der Dardanellen und die Halbinsel Gelibolu zum Schauplatz der Dardanellen-Kampagne von 1915-1916. Heute erinnern Militärdenkmäler, Friedhofe und Museen auf beiden Seiten der Meerenge an diese Ereignisse.
Fur Reisende sind die Dardanellen wegen der Verbindung von Landschaft, Geschichte und gut zugänglichen Routen in der Umgebung von Canakkale interessant. Ein Ausflug hierher wird oft mit einem Besuch von Troja, den Festungen Kilitbahir und Cimenlik sowie mit einer Fähruberfahrt zwischen den Ufern verbunden. Wenn Sie in Assos - Behramkale ubernachten, fährt man zur Meerenge in der Regel uber Canakkale, von wo aus man sie im Stadtbereich am einfachsten sehen und die Route zu den historischen Stätten der Region fortsetzen kann.
Dardanellen auf der Karte
Dardanellen: Aussichtspunkte, Fähren und Kustenrouten
Uferpromenaden und Uberfahrten vermitteln einen Eindruck von der Große der Meerenge.
Schifffahrtsweg zwischen der Ägäis und dem Marmarameer
Am besten lernt man die Dardanellen von den Uferpromenaden von Canakkale und während einer kurzen Fähruberfahrt uber die Meerenge kennen. Vom Wasser aus sind die Konturen beider Ufer, die Festung Kilitbahir auf der europäischen Seite und die Festung Cimenlik bei Canakkale gut zu erkennen. Bei klarem Wetter fällt besonders auf, wie schmal die Meerenge an einigen Abschnitten sein kann und wie intensiv der Schiffsverkehr hier ist.
Fur einen Spaziergang eignen sich die Kustenbereiche der Stadt Canakkale, wo man die Vorbeifahrt von Frachtschiffen, Fähren und privaten Booten beobachten kann. Das Baden in der Meerenge selbst gehort wegen der Stromungen und der Besonderheiten der Schifffahrt nicht zu den wichtigsten Freizeitaktivitäten, doch eine Fahrt auf dem Wasser vermittelt einen Eindruck von ihrer Große und dem Relief der Ufer. Die Uberfahrt ermoglicht es außerdem, schnell auf die Halbinsel Gelibolu zu gelangen, wo sich Gedenkstätten konzentrieren, die mit den Ereignissen des Ersten Weltkriegs verbunden sind.
Wenn mehr Zeit zur Verfugung steht, lässt sich die Route gut durch einen Ausflug zur archäologischen Zone von Troja, einen Besuch der Gallipoli-Gedenkstätten oder eine Fahrt uber die Brucke Canakkale 1915 ergänzen, die die Ufer sudlich des städtischen Teils der Meerenge verbindet. Auf der asiatischen Seite sind Aussichtspunkte entlang der Kuste interessant, auf der europäischen Seite historische Befestigungen und Soldatenfriedhofe.
Am bequemsten erreicht man die Gegend uber die Stadt Canakkale: Hierher fahren Uberlandbusse, anschließend setzt man den Weg zu Fuß entlang der Uferpromenade, mit der Fähre oder mit dem Auto fort. Aus Assos - Behramkale fährt man in der Regel zunächst nach Canakkale, von wo aus sich die zugänglichste und anschaulichste Route zu den Dardanellen eroffnet.
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