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Ihlara-Tal

Ihlara-Tal

Das Ihlara-Tal in Kappadokien - ein Canyon mit Felskirchen

Das Ihlara-Tal liegt im sudwestlichen Teil Kappadokiens, unweit von Guzelyurt in der Provinz Aksaray. Es ist ein langer und vergleichsweise schmaler Canyon, der vom Fluss Melendiz in vulkanisches Gestein eingeschnitten wurde. Die Route durch das Tal erstreckt sich uber etwa 14 km zwischen der Ortschaft Ihlara und dem Gebiet Selime, und die Hohe der Felswände uberschreitet stellenweise 100 m.

Die Hauptbesonderheit dieses Ortes ist die Verbindung eines Naturwegs mit fruhchristlichen Denkmälern. Bereits seit fruhbyzantinischer Zeit existierten hier klosterliche Gemeinschaften, und in den Felsen wurden zahlreiche Kirchen, Kapellen und Zellen angelegt. Im Tal sind mehr als hundert in den Fels gehauene Kirchen und Räume bekannt, obwohl nur ein Teil davon fur Besucher zugänglich ist.

Das großte Interesse der Besucher gilt in der Regel den Kirchen mit Wandmalereien aus dem 9.-11. Jahrhundert und aus späterer Zeit. Zu den bekannten Denkmälern gehoren Agacalti Kilise, Yilanli Kilise, Kokar Kilise, Sumbullu Kilise, Purenli Seki Kilise und Direkli Kilise. Die Fresken in ihnen unterscheiden sich in Erhaltungszustand und Stil, ermoglichen jedoch einen Einblick in die Entwicklung der byzantinischen Kunsttradition in Kappadokien.

Heute wird das Tal wegen der Wanderungen entlang des Flusses, der Felskirchen und der schattigeren, gruneren Landschaft besucht, die sich deutlich von den offenen Bereichen Kappadokiens unterscheidet. Dieser Ort eignet sich fur alle, die einen Spaziergang in der Natur mit der Besichtigung historischer Denkmäler verbinden und einige Stunden oder den großten Teil des Tages im Canyon verbringen mochten.

Ihlara-Tal auf der Karte

Routen und Denkmäler im Ihlara-Tal

Wanderrouten fuhren uber schattige Pfade am Fluss entlang zu Felskirchen.

Ihlara-Tal

Felskirchen und Wege entlang des Flusses Melendiz

Die Wanderung durch das Tal verläuft auf Pfaden am Wasser entlang, zwischen Bäumen, Steinstufen und kleinen Brucken uber den Melendiz. Das Relief ist hier geschlossener und kuhler als auf dem Plateau Kappadokiens, weshalb die Route oft fur längere Wanderungen gewählt wird. Unterwegs gibt es Abschnitte mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad: An den Eingängen befinden sich Treppen, und zwischen den wichtigsten Punkten kann man sowohl eine kurze Strecke als auch einen bedeutenden Teil des gesamten Canyons zurucklegen.

Die meisten Besucher betreten das Tal von Ihlara, Belisirma oder Selime aus. Eine beliebte Variante ist es, den Abschnitt von Ihlara bis Belisirma zu gehen, wo sich eine Pause gut einlegen lässt, und anschließend auf Wunsch die Route weiter fortzusetzen. Die Besichtigung der Felskirchen erfordert in der Regel an jedem Abschnitt nur wenig Zeit, insgesamt nimmt der Spaziergang jedoch mehrere Stunden in Anspruch, besonders wenn man die geoffneten Denkmäler besucht und häufig an Aussichtspunkten anhält.

Im Inneren der zugänglichen Kirchen sind Fresken mit Szenen aus dem Evangelium, Darstellungen von Heiligen und Motiven zu sehen, die mit der klosterlichen Tradition verbunden sind. Die Besuchsbedingungen hängen vom jeweiligen Denkmal ab: Mancherorts sind die Malereien erhalten, andernorts ist vor allem die Architektur des in den Fels gehauenen Innenraums besser erkennbar. Am nordostlichen Ausgang des Tals befindet sich der in den Fels gehauene Klosterkomplex von Selime, und relativ unweit liegen auch das Kloster Guzelyurt und der Kratersee Nar.

Die Anreise erfolgt in der Regel mit dem Auto oder im Rahmen einer Exkursion aus den Städten Kappadokiens, meist uber Nevsehir oder Aksaray. Fur die Wanderung sollten die Länge der Strecke, das Vorhandensein von Stufen an den Eingängen und das saisonale Wetter berucksichtigt werden, besonders wenn geplant ist, das Tal vollständig zu durchqueren.

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