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„Wunschbäume“ in Kappadokien

„Wunschbäume“ in Kappadokien

Wunschbäume in Kappadokien an den Aussichtspunkten von Goreme und Uchisar

„Wunschbäume“ in Kappadokien sind auffällige Bäume und Holzkonstruktionen, die mit Bändern, Stoffstreifen, Amuletten und schlichtem Dekor an Aussichtspunkten in der Gegend von Goreme, Uchisar, Cavusin und an den Straßen zwischen den Tälern geschmuckt sind. Meistens handelt es sich dabei nicht um eine eigenständige Sehenswurdigkeit im klassischen Sinne, sondern um einen wiedererkennbaren Teil der lokalen touristischen Landschaft, an dem Reisende unterwegs einen kurzen Halt einlegen.

Der Brauch hängt mit der turkischen Tradition des dilek agaci, also des „Wunschbaums“, zusammen, bei dem ein Band oder ein Stuck Stoff als Zeichen einer Bitte, Hoffnung oder eines guten Wunsches an die Zweige gebunden wird. Auch Nazar Boncugu – blaue Glasamulette gegen den bosen Blick – sind anzutreffen und in der ganzen Turkei gut bekannt. In Kappadokien erscheint dieser Brauch meist in einer weltlichen und dekorativen Form, ohne den ausgeprägten Status eines religiosen Ortes.

Das Interesse an solchen Punkten hängt vor allem mit ihrer Lage zusammen. Sie stehen an Aussichtspunkten, von denen aus Tufffelsen, Feenkamine, in Felsen gehauene Taubenschläge und weite Panoramen der Täler zu sehen sind. Deshalb eignen sich die „Wunschbäume“ gut als kurzer Halt während einer Autofahrt, eines Spaziergangs in der Umgebung von Goreme oder einer Fahrt zwischen den Ortschaften Zentralkappadokiens.

In der Nähe sieht man nicht selten einfache Fotozonen mit Krugen, Laternen, Holzkarren und Bänken, und an manchen Orten gibt es kleine Kioske mit Souvenirs oder Getränken. Man kommt nicht fur einen langen Besuch hierher, sondern wegen der Aussicht, der Fotos und einer kurzen Begegnung mit einer lokalen Tradition, die Teil des alltäglichen Bildes Kappadokiens geworden ist.

„Wunschbäume“ in Kappadokien auf der Karte

Wunschbäume in Kappadokien und Aussichtspunkte rund um Goreme

Ein kurzer Halt fur Aussicht, Fotos und das Kennenlernen einer lokalen Tradition.

„Wunschbäume“ in Kappadokien

Aussichtspunkte mit Bändern, Amuletten und Blicken auf die Täler

An solchen Aussichtspunkten sehen Besucher in der Regel einen Baum oder ein Gestell, das dicht mit Bändern, Stoffstucken und Anhängern bedeckt ist. In Kappadokien werden sie häufig in der Nähe von Aussichtspunkten gestaltet, um die lokale Tradition mit einem Panoramablick zu verbinden. Der Ort eignet sich fur einen kurzen Halt, Fotos und die Betrachtung der umliegenden Landschaft, erfordert aber keinen gesonderten längeren Besuch.

Je nach konkretem Ort konnen in der Umgebung dekorative Keramikgefäße, hängende Leuchten, Holzelemente und einfache Bänke aufgestellt sein. Das Hauptinteresse gilt hier nicht der Gestaltung des Platzes, sondern der Kulisse: Besucher betrachten das Relief aus vulkanischem Tuff, Wege zwischen den Tälern, Felsenwohnungen und in den Stein gehauene Taubenschläge, die fur diesen Teil der Region typisch sind.

Ein Halt am „Wunschbaum“ lässt sich gut mit dem Besuch von Aussichtspunkten bei Goreme und Uchisar, Spaziergängen durch das Rote, Rosa oder Taubental sowie mit der Fahrt in Richtung Cavusin verbinden. Meistens gelangt man mit dem Auto, Taxi, Ausflugstransport oder im Rahmen einer individuellen Route zwischen benachbarten Ortschaften hierher.

Vor dem Besuch sollte man berucksichtigen, dass die Gestaltung und die Fulle des Dekors vom jeweiligen Ort und der Jahreszeit abhängen. Manche Punkte wirken wie ein einfacher Halt am Straßenrand, andere wie eine auffälligere Fotozone. Am besten kommt man bei klarem Wetter, wenn die Panoramen der Täler und Felsformationen besonders gut zu sehen sind.

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