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Anatolische Festung Anadoluhisari

Anatolische Festung Anadoluhisari in Istanbul, Turkei

Die Anatolische Festung, auch Anadoluhisari, steht am asiatischen Ufer des Bosporus im Istanbuler Bezirk Beykoz, gegenuber von Rumelihisari auf der europäischen Seite. Es handelt sich um eine kompakte Befestigungsanlage an einer der engsten Stellen der Meerenge, die oft als das älteste erhaltene osmanische Bauwerk Istanbuls bezeichnet wird.

Die Festung wurde auf Anordnung von Sultan Bayezid I in den Jahren 1393–1394 errichtet, um die Schifffahrt zu kontrollieren und sich auf eine mogliche Belagerung Konstantinopels vorzubereiten. 1452 verstärkte Sultan Mehmed II die Verteidigung und errichtete am gegenuberliegenden Ufer Rumelihisari, wodurch der Durchgang durch die Meerenge blockiert werden konnte. Nach der Eroberung der Stadt diente die Befestigung als Gefängnis und Zollstation, und mit der Zeit entstand rundherum eine Uferbebauung mit holzernen Villen, den sogenannten Yali.

Architektonisch besteht Anadoluhisari aus einem etwa 25 Meter hohen Donjon, einem Innenhof und einem äußeren Mauerring mit Turmen. Im 20.–21. Jahrhundert wurde das Denkmal mehrfach restauriert. Heute sind die Innenräume in der Regel geschlossen, doch die Festung ist von der Uferpromenade und vom Wasser aus gut sichtbar, was sie fur eine kurze Besichtigung während eines Spaziergangs am Bosporus geeignet macht.

Anatolische Festung Anadoluhisari: Geschichte, Architektur und Zugang

Der alte Donjon kontrollierte die Schifffahrt an der engen Stelle der Meerenge.

Anatolische Festung Anadoluhisari

Vorposten Bayezids I am asiatischen Ufer des Bosporus

Die Befestigung liegt an der Mundung des Flusses Goksu, etwas stromabwärts von der Fatih-Sultan-Mehmet-Brucke. Von der Uferpromenade aus sind der Donjon, Fragmente der Kurtinen und runde Turme zu sehen, die einen kleinen Innenhof bilden. Das Gelände ist von Mauern umgeben, der Zugang ins Innere ist meist eingeschränkt, daher erfolgt die Besichtigung von außen, auch von den Pieren und Uferplattformen.

Die besten Blickwinkel ergeben sich auf dem Uferspaziergang zwischen Anadoluhisari und der Grunzone Kucuksu. Von hier aus hat man einen guten Blick auf Rumelihisari am gegenuberliegenden Ufer, die schmale Engstelle des Bosporus und den Schiffsverkehr. Bosporus-Kreuzfahrten und Linienboote ermoglichen es, die Festung und die Ufer-Yali vom Wasser aus zu sehen.

Nur wenige Gehminuten entfernt liegen der Kucuksu-Pavillon aus dem 19. Jahrhundert und die Spazierbereiche am Fluss Goksu. Gegenuber auf der anderen Seite der Meerenge befindet sich der Museumskomplex Rumelihisari, mit dem Anadoluhisari ein historisches Befestigungspaar bildet.

Bequem zu erreichen ist es von Uskudar mit Bussen entlang der asiatischen Bosporus-Uferlinie bis zu den Haltestellen bei Anadoluhisari oder Goksu. Außerdem verkehren städtische Bosporus-Fahrgastboote bis zum Anleger Anadoluhisari; von dort sind es nur wenige Gehminuten bis zur Festung.

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