Die antike Stadt Olba
Die antike Stadt Olba in Mersin, Turkei
Die antike Stadt Olba, später als Diokaisareia bekannt, befindet sich in der Siedlung Uzuncaburc in der Umgebung von Silifke im Suden der Provinz Mersin. Die archäologische Stätte liegt auf einem erhohten Plateau, etwa 30 km von Silifke entfernt. Heute ist sie einer der markantesten antiken Komplexe im bergigen Kilikien, den Besucher wegen der gut erhaltenen Ruinen und der offenen Ausblicke auf das umliegende Plateau aufsuchen.
In der Antike war Olba mit einem bedeutenden religiosen Zentrum der Region Kilikia Tracheia verbunden. In der hellenistischen Zeit befand sich hier ein Zeus-Heiligtum, das fur die lokale Priesterherrschaft von großer Bedeutung war. In romischer Zeit wurde die Stadt umgestaltet und erhielt den Namen Diokaisareia, weshalb auf dem Gelände der Stätte eine Verbindung fruherer Traditionen mit romischer Stadtarchitektur zu sehen ist.
Zu den wichtigsten erhaltenen Bauwerken gehoren die Säulenstraße, monumentale Tore, das Theater, Zisternen, Reste eines Aquädukts, ein Turm und die Ruinen von Tempelanlagen. Besonders hervorzuheben sind der Zeustempel mit seinen erhaltenen Säulen und der antike Turm, von dem sich der heutige Name Uzuncaburc ableitet. In der Umgebung befinden sich außerdem antike Gräber und Bereiche der Nekropole, die das Bild des städtischen Lebens außerhalb des zentralen Bereichs ergänzen.
Dieser Ort eignet sich fur alle, die sich fur antike Geschichte, Archäologie und Monumente abseits der großen Touristenrouten interessieren. Ein Besuch von Olba ermoglicht es, zu sehen, wie eine Bergstadt der romischen Epoche aufgebaut war, und die Rolle der inneren Regionen Kilikiens in der Geschichte Sudanatoliens besser zu verstehen.
Die antike Stadt Olba auf der Karte
Die antike Stadt Olba und ihre Ruinen auf dem Plateau
Hier haben sich die Spuren einer antiken Stadt im bergigen Kilikien erhalten.
Säulen, Turm und Ruinen einer romischen Stadt auf dem Plateau
Bei einem Rundgang uber das Gelände kann man entlang der Reste einer antiken Säulenstraße gehen, das Theater, Wasseranlagen und Fragmente offentlicher Bauten besichtigen. Das Areal der Stätte ist ziemlich offen, sodass sich die Struktur leicht erfassen lässt: Abschnitte der städtischen Bebauung, Durchgänge, Eingangsbereiche und einzelne architektonische Akzente sind gut erkennbar. Besonders eindrucksvoll wirken die Säulen des Zeustempels und der hohe Turm, der besser erhalten geblieben ist als viele andere Bauwerke.
Die Stätte ist nicht nur wegen einzelner Ruinen interessant, sondern auch wegen der gesamten Anlage eines antiken Zentrums in bergigem Gelände. Hier lässt sich erkennen, wie in einem Komplex religiose Bauten, offentliche Räume, ein Wasserversorgungssystem und Grabmonumente außerhalb des eigentlichen Stadtgebiets nebeneinander bestehen. Fur die Besichtigung sollte man genugend Zeit einplanen, da das Objekt eine große Fläche einnimmt und architektonische Details uber das gesamte Gelände verteilt sind.
Besucher sollten beachten, dass es sich in erster Linie um eine archäologische Freiluftstätte handelt: Bequeme Schuhe, Wasser und Sonnenschutz sind besonders in der warmen Jahreszeit sehr nutzlich. In der Nähe von Olba kann man auch die Karstdoline Cennet ve Cehennem, die Astim-Hohle und weitere antike Monumente in der Umgebung von Silifke besuchen. Ublicherweise erreicht man den Ort von Silifke aus mit dem Auto uber die Straße in Richtung Uzuncaburc.
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Fotos von Olba
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