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Tal von Kappadokien

Das Tal Kappadokiens in Zentralanatolien, Türkei

Das Tal von Kappadokien ist die Sammelbezeichnung für ein System von Tälern und Schluchten in der historischen Region Kappadokien in Zentralanatolien, Türkei. Die wichtigsten Routen und Aussichtsplätze liegen rund um die Orte Göreme, Uçhisar, Ürgüp und Avanos.

Die Landschaft wurde durch die Produkte der Vulkanausbrüche von Erciyes, Hasan Dağı und Göllüdağ im Miozän und Pliozän geformt. Millionen Jahre lang haben Wasser und Wind die Schichten aus Tuff und Ignimbrit erodiert und so Kegel, Säulen und die sogenannten Fels‑„Pilze“ geschaffen, die die Täler charakteristisch machen.

Das weiche Gestein ermöglichte das Aushöhlen von Wohnräumen, Kapellen und Klöstern in den Felsen. In den Felsenkirchen aus dem 10. bis 12. Jahrhundert sind Malereien aus der byzantinischen Zeit erhalten; die eindrücklichsten Anlagen sind im Freilichtmuseum Göreme und im Museum Zelve zu sehen. Der Göreme-Nationalpark und die Felsbereiche Kappadokiens gehören seit 1985 zum UNESCO-Welterbe.

Besucher kommen wegen der Wanderwege zwischen den Tuffformen, der Aussichten von Panoramapunkten und der Ballonfahrten bei Sonnenaufgang, sofern das Wetter passt. Die meisten Wege sind frei zugänglich, für die Museumsgelände fällt Eintritt an. Für Wanderungen sind Frühling und Herbst am angenehmsten.

Kappadokien-Tal - Routen, Museen und Zugänge zu den Wegen

Die Tufflandschaft und die in die Felsen gehauenen Bauwerke prägen das Landschaftsbild.

Tal von Kappadokien

Wanderwege und Felsformationen zwischen Göreme und Uçhisar

Innerhalb des Tals lassen sich mehrere kontrastreiche Abschnitte begehen. Zwischen Göreme und Uçhisar erstreckt sich das Taubental mit sanften Anstiegen, höhlenartigen Taubenschlägen und Blicken auf die Burg Uçhisar. Nördlich‑östlich liegen das Rote und das Rosental mit eisenfarbig durchfärbten Tuffschichten und Gratrouten, die sich gut für Sonnenuntergänge eignen. In der Gegend von Paşabağı trifft man auf massive „Fels‑Pilze“ mit mehreren „Hüten“, und in Devrent hat die Erosion fantastische Formen geschaffen, die an Tiere erinnern. Schattigere Abschnitte mit Buschwerk finden sich in den Tälern Zemi und Meskendir.

Die Routen unterscheiden sich in Schwierigkeit und Dauer - von kurzen Spaziergängen im Talboden bis zu mehrstündigen Touren mit Aufstiegen zu Aussichtspunkten. Der Untergrund ist überwiegend unbefestigt, stellenweise mit Schutt und seichten Bachläufen. Im Sommer gibt es auf offenen Passagen kaum Schatten, daher sollten Wasser und geschlossene Schuhe im Voraus eingeplant werden. Bei Sonnenaufgang steigen oft Heißluftballons über den Tälern auf, und viele Wege führen durch Abschnitte mit guten Blickwinkeln zum Beobachten und Fotografieren.

Entlang der Pfade liegen bedeutende Sehenswürdigkeiten: das Freilichtmuseum Göreme mit den bemalten Felsenkirchen, das Zelve‑Museum mit verlassenen ausgehauenen Siedlungen und die Burg Uçhisar mit Panorama auf die Umgebung. In der Nähe sind die unterirdischen Städte Kaymaklı und Derinkuyu sowie die Felsenkirchen in Çavuşin zugänglich.

Bequeme Ausgangspunkte für Wanderungen sind Göreme, Uçhisar, Ürgüp und Avanos, von denen aus man zu Fuß zu den Wegen gelangen oder ein Taxi nehmen kann. Zwischen den Orten verkehren örtliche Busse. Die nächstgelegenen Flughäfen sind Nevşehir Kapadokya und Kayseri Erkilet; von dort werden Shuttles und Fernbusverbindungen nach Göreme und Ürgüp angeboten.

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