Tor der Domitianbogenanlage
Tor der Domitianbogenanlage in Pamukkale, Turkei
Das Tor der Domitianbogenanlage befindet sich auf dem Gelände des antiken Hierapolis in Pamukkale, unweit des heutigen Ortszentrums und des Eingangs zur archäologischen Zone. Es ist eines der markanten Denkmäler der romischen Epoche in der Stadt: Das monumentale Tor markierte die repräsentative Einfahrt und eroffnete den Weg zur Hauptstraße von Hierapolis, die als Frontinus-Straße bekannt ist.
Das Bauwerk stammt vom Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. und ist mit der Phase der aktiven städtebaulichen Entwicklung der Stadt unter dem Romischen Reich verbunden. Ursprunglich erfullte der Bogen eine repräsentative und städtische Funktion und keine defensive. Später, als Hierapolis mit Festungsmauern verstärkt wurde, bezog man das Tor in das Befestigungssystem ein und fugte an den Seiten runde Turme hinzu, weshalb in dem Mauerwerk die verschiedenen Bauphasen gut erkennbar sind.
Fur Besucher ist der Bogen als anschauliches Beispiel dafur interessant, wie sich die antike Stadt im Laufe der Zeit wandelte. Hier lässt sich die Anlage von Hierapolis gut nachvollziehen: Vom Tor aus beginnt eine gerade städtische Hauptachse, entlang derer Fundamente von Säulen, Abschnitte des Pflasters und Fragmente offentlicher Bauten erhalten geblieben sind. Dies ist einer der Punkte, an denen man die Besichtigung des zentralen Teils der Ausgrabungen bequem beginnen kann.
Das Denkmal gehort zum archäologischen Komplex Hierapolis - Pamukkale, der in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Die Besichtigung des Tors wird gewohnlich mit dem Besuch des antiken Theaters, der Nekropole, der Terrassen von Pamukkale und des archäologischen Museums verbunden, weshalb der Ort besonders fur diejenigen interessant ist, die nicht nur ein einzelnes Objekt, sondern die geschlossene Struktur einer antiken Stadt sehen mochten.
Tor der Domitianbogenanlage auf der Karte
Das Tor der Domitianbogenanlage in der Stadtanlage von Hierapolis und den späteren Befestigungen
Der Bogen zeigt den Ubergang vom repräsentativen Eingang zum Verteidigungselement
Repräsentativer Eingang zum romischen Hierapolis und Beginn der Frontinus-Straße
Heute sind am Tor vor allem die drei Durchgänge des Bogens und der Unterschied zwischen dem helleren Mauerwerk des romischen Hauptbauwerks und den massiveren Abschnitten der späteren Befestigungen gut zu erkennen. Die seitlichen Turme sind nicht vollständig erhalten, doch selbst anhand der verbliebenen Fragmente lässt sich nachvollziehen, wie sich der Charakter des Bauwerks wandelte - von einem feierlichen Stadteingang zu einem Element der Verteidigungslinie.
Bei der Besichtigung lohnt es sich, darauf zu achten, wie das Tor in Bezug auf die Hauptstraße ausgerichtet ist. Dahinter erstreckt sich die lange Achse der antiken Stadt, und in diesem Abschnitt lässt sich die Straßenanlage, die Anordnung der Kolonnaden und die Abgrenzung des offentlichen Raums gut erkennen. Dies ist einer jener Orte in Hierapolis, an denen die Architektur hilft, die städtische Struktur ohne komplizierte Erklärungen zu lesen.
Das Tor wird gewohnlich zu Fuß als Teil der allgemeinen Route durch die Ausgrabungen besichtigt. In der Nähe befinden sich die Frontinus-Straße, byzantinische Befestigungen, das antike Theater von Hierapolis und andere Bereiche der archäologischen Zone, daher lässt sich ein Halt am Bogen bequem in einen Spaziergang uber das gesamte Plateau einbeziehen.
Man erreicht diesen Ort uber die Eingänge zum archäologischen Komplex von Pamukkale, danach fuhren Fußwege durch das Ausgrabungsgelände zum Tor. Fur den Besuch sollte man nicht nur fur den Bogen selbst, sondern auch fur die benachbarten Bereiche der antiken Stadt Zeit einplanen, die sich sinnvoll nacheinander besichtigen lassen.
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