Hidiv-Palast
Hidiv-Palast am asiatischen Ufer des Bosporus, Istanbul, Turkei
Der Hidiv-Palast befindet sich am asiatischen Ufer des Bosporus, im grunen Teil des Stadtteils Beykoz, unweit von Cubuklu. Es handelt sich um einen Palast- und Parkkomplex aus dem fruhen 20. Jahrhundert, der als Residenz von Abbas II. Hilmi – dem letzten Khediven von Ägypten und Sudan – errichtet wurde. Dank seiner Lage auf einer Anhohe hebt sich das Gebäude deutlich vom Park ab und eroffnet weite Ausblicke auf die Meerenge.
Der Palast wurde 1907 nach einem Entwurf der italienischen Architekten Antonio Lasciac und Delfo Seminati erbaut. In seiner Erscheinung verbinden sich Merkmale des europäischen Jugendstils, des Neoklassizismus und der Villenarchitektur, was das Gebäude zu einem markanten Beispiel der späten osmanischen Epoche macht. Die Geschichte des Palastes ist mit einer Zeit verbunden, in der Istanbul ein wichtiges politisches und kulturelles Zentrum der Region blieb und der Auftraggeber selbst enge Beziehungen zum Osmanischen Reich unterhielt.
Nach der Grundung der Turkischen Republik ging der Komplex in kommunales Eigentum uber, wurde später restauriert und fur die Offentlichkeit geoffnet. Heute kommt man hierher wegen der historischen Architektur, der Parkanlage und ruhiger Spaziergänge zwischen den Bäumen mit Blick auf den Bosporus. Der Palast ist besonders interessant fur alle, die nicht nur die bekannten kaiserlichen Residenzen im Zentrum Istanbuls sehen mochten, sondern auch einen weniger besuchten historischen Ort am Ufer der Meerenge.
Hidiv-Palast auf der Karte
Der Hidiv-Palast und sein Park am Bosporus
Man kann durch den Hain spazieren und den Blick auf die Meerenge genießen.
Historische Residenz in einem Hain uber dem Bosporus
Innerhalb des Komplexes ziehen gewohnlich nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch der ihn umgebende Park die Aufmerksamkeit auf sich. Das Gelände eignet sich fur einen entspannten Spaziergang: Die Wege fuhren den Hang entlang zwischen alten Bäumen, und von den offenen Punkten aus sieht man den Bosporus und das gegenuberliegende Ufer. Das bekannteste Detail des Palastes ist der Turm, der die Ähnlichkeit des Gebäudes mit einer europäischen Villa vom Beginn des 20. Jahrhunderts noch verstärkt.
Heute wird ein Teil der Räume fur offentliche Veranstaltungen genutzt, und auf dem Gelände befinden sich gastronomische Einrichtungen. Deshalb wird der Besuch des Palastes oft mit Erholung im Park und einem Halt auf einer Terrasse mit Blick auf das Wasser verbunden. Es ist zu beachten, dass der Zugang zu den Innenräumen vom aktuellen Betriebsmodus und von stattfindenden Veranstaltungen abhängen kann.
In der Nähe befinden sich der Cubuklu-Hain und andere Uferabschnitte von Beykoz, die sich gut in eine Route entlang des asiatischen Ufers des Bosporus einbeziehen lassen. Man erreicht den Ort mit dem Bus oder Taxi aus den Stadtteilen Uskudar und Kadikoy sowie mit der Fähre zu den nächstgelegenen Bosporus-Anlegern und einer anschließenden kurzen Fahrt entlang des Ufers.
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Fotos des Palastes und des Parks
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