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Nuruosmaniye-Moschee

Nuruosmaniye-Moschee

Nuruosmaniye-Moschee in Istanbul, Turkei

Die Nuruosmaniye-Moschee befindet sich im historischen Teil Istanbuls, am Eingang des Großen Basars, zwischen den Vierteln Cemberlitas und Beyazit. Sie ist eine der markantesten Moscheen des 18. Jahrhunderts in der Stadt und ein wichtiges Beispiel dafur, wie in der osmanischen Architektur jener Zeit barocke Formen und eine plastischere Fassadengestaltung aufkamen.

Der Bau der Moschee begann unter Sultan Mahmud I. und wurde 1755 unter Sultan Osman III. vollendet. Das Projekt wird gewohnlich mit den Namen Mustafa Aga und Meister Simeon in Verbindung gebracht. Der Komplex wurde nicht nur als Gebetsort geschaffen: Wie viele große osmanische Moscheen war auch Nuruosmaniye Teil eines umfassenderen religiosen und gesellschaftlichen Ensembles.

Das Gebäude zeichnet sich durch eine große zentrale Kuppel, zahlreiche Fenster und einen fur die osmanische Tradition ungewohnlichen halbrunden Hof aus. Das äußere Erscheinungsbild und der Innenraum verbinden islamische Kunsttraditionen mit dekorativen Elementen des osmanischen Barocks. Zu den charakteristischen Details gehoren kalligrafische Inschriften, Steinschnitzereien und ein heller, gut beleuchteter Gebetssaal.

Fur Touristen ist die Moschee nicht nur wegen ihrer Architektur interessant, sondern auch wegen ihrer Lage. Sie lässt sich bequem bei einem Spaziergang durch die Altstadt besichtigen und mit einem Besuch des Großen Basars, des Beyazit-Platzes und anderer Sehenswurdigkeiten im Zentrum Istanbuls verbinden. Sie ist eine gute Wahl fur alle, die ein weniger vertrautes Erscheinungsbild der osmanischen Sakralarchitektur sehen mochten.

Nuruosmaniye-Moschee auf der Karte

Nuruosmaniye-Moschee - Architektur und Besuchstipps

Im Inneren dominiert ein heller Gebetssaal unter einer hohen Kuppel.

Nuruosmaniye-Moschee

Osmanischer Barock am Eingang zum Großen Basar

Beim Besuch der Moschee lohnt es sich, auf die Form des Hofes zu achten, die sich deutlich von den Hofen vieler fruherer Sultansmoscheen Istanbuls unterscheidet. Von außen sind die geschwungenen Linien der Fassaden, die großen Bogen und die dekorativen Elemente gut zu erkennen, in denen der europäische Barockeinfluss im Rahmen der osmanischen Tradition neu interpretiert wurde.

Im Inneren konnen Besucher einen geräumigen Gebetssaal unter einer hohen Kuppel, Reihen von Fenstern, die viel naturliches Licht hereinlassen, und kalligrafische Gestaltung sehen. Der Innenraum wirkt offener und heller als bei einer Reihe klassischer Moscheen des 16. und 17. Jahrhunderts, was hilft, den Ubergang zur Architektur einer neuen Epoche besser zu erkennen.

Die Nuruosmaniye lässt sich gut zusammen mit einem Spaziergang durch die Umgebung besichtigen: In der Nähe befinden sich der Große Basar, die Konstantinssäule, der Cemberlitas-Platz und die Beyazit-Moschee. Vom Sultanahmet-Platz aus kann man zu Fuß hierher gelangen, außerdem ist die Anreise mit der Straßenbahnlinie T1 zu den Haltestellen Cemberlitas oder Beyazit-Kapalicarsi bequem.

Vor dem Besuch sollte man berucksichtigen, dass es sich um eine aktive Moschee handelt: Während der Gebetszeiten kann der Zugang zur Besichtigung eingeschränkt sein. Besucher sollten in der Regel dezente Kleidung tragen und im Inneren Ruhe bewahren.

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