Rustem-Pascha-Moschee
Rustem-Pascha-Moschee in Istanbul, Turkei
Die Rustem-Pascha-Moschee befindet sich im Stadtteil Eminonu, im historischen Zentrum Istanbuls, unweit des Ägyptischen Basars. Sie ist eines der bekanntesten Werke von Mimar Sinan und wurde im 16. Jahrhundert fur den Großwesir Rustem Pascha erbaut. Von außen ist sie teilweise zwischen den Ladenzeilen verborgen, sodass viele Besucher sie nicht sofort bemerken.
Das Hauptmerkmal der Moschee sind die Iznik-Keramikfliesen, mit denen der Innenraum reich geschmuckt ist. Darauf sind pflanzliche und geometrische Ornamente zu sehen, die typisch fur die osmanische Dekorationskunst sind, darunter Tulpen, Nelken und stilisierte Blumenmuster. Dank dieser Ausstattung hebt sich die Moschee besonders unter den anderen kleinen Stadtmoscheen Istanbuls hervor.
Das Gebäude steht auf einem hohen Unterbau uber Geschäftsräumen, was fur die dichte städtische Bebauung der osmanischen Zeit typisch war. Der Innenraum ist kompakt organisiert: Die zentrale Kuppel, Bogen und Stutzen schaffen eine klare und ausgewogene Komposition. Die geringe Große hindert nicht daran, das Bauwerk als einheitliches und sorgfältig durchdachtes architektonisches Ensemble wahrzunehmen.
Heute ist die Moschee weiterhin in Betrieb, daher sollte man bei einem Besuch die Gebetszeiten berucksichtigen und die Verhaltensregeln an einem religiosen Ort beachten. Sie ist besonders interessant fur diejenigen, die osmanische Architektur nicht nur von außen, sondern auch in den Details des Innenraums sehen mochten. Sie ist ein praktischer Halt während eines Spaziergangs durch die alten Viertel am Goldenen Horn und uber die Märkte von Eminonu.
Rustem-Pascha-Moschee auf der Karte
Rustem-Pascha-Moschee – Innenraum und städtebauliche Einbindung
Der Gebetssaal ist mit Iznik-Keramikfliesen gestaltet.
Iznik-Fliesen und Sinans kompakte Architektur
Im Inneren fällt sofort die Verkleidung der Wände mit Keramikfliesen aus Iznik ins Auge. In der Moschee sind verschiedene Blau-, Turkis-, Rot- und Weißtone vertreten, und die Ornamente verbinden florale Motive mit kalligrafischen und geometrischen Elementen. Am besten betrachtet man den Dekor bei naturlichem Licht, wenn durch die Fenster die Details der Zeichnung und der Rhythmus der sich wiederholenden Muster sichtbar werden.
Besucher kommen vor allem wegen des Innenraums hierher, doch auch die Grundrissgestaltung des Gebäudes ist interessant. Der Gebetssaal ist vergleichsweise klein, wodurch die dekorativen Elemente besonders geschlossen wirken, ohne uberladen zu erscheinen. Der Eingang liegt uber Straßenniveau, und zur Moschee gelangt man uber eine Treppe durch den Handelsbereich des Viertels hinauf, was gut zeigt, wie religiose Gebäude in das Alltagsleben der osmanischen Stadt eingebunden waren.
Bei einem Besuch sollte man Kleidung wählen, die fur eine aktive Moschee geeignet ist, und berucksichtigen, dass der Zugang zur Besichtigung während der Namazzeiten eingeschränkt sein kann. Fotografieren ist in der Regel ohne Blitz erlaubt, sofern dies die Betenden nicht stort. In der Nähe befinden sich der Ägyptische Basar, die Neue Moschee, die Galatabrucke und die Uferpromenaden von Eminonu, sodass sich der Besuch gut mit einem Spaziergang durch das historische Zentrum Istanbuls verbinden lässt.
Am einfachsten erreicht man die Moschee mit der Straßenbahn T1 bis zur Haltestelle Eminonu, von wo aus man sie in wenigen Minuten zu Fuß erreicht. Aufgrund der Lage zwischen Läden und Durchgängen kann der Eingang manchmal leicht ubersehen werden, daher ist es sinnvoll, den Ort im Voraus auf der Karte zu markieren.
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Fotos des Innenraums
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