Heiße Quellen von Pamukkale
Heiße Quellen von Pamukkale in der Provinz Denizli, Turkei
Die heißen Quellen von Pamukkale befinden sich in der gleichnamigen Stadt unweit des Zentrums von Pamukkale, in der Provinz Denizli im Sudwesten der Turkei. Dieser Thermalkomplex ist fur seine weißen Travertinterrassen bekannt, die sich am Hang eines Plateaus durch calciumhaltiges Mineralwasser gebildet haben. Zusammen mit den Ruinen des antiken Hierapolis ist das Gebiet in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.
Der Name Pamukkale wird gewohnlich mit „Baumwollschloss“ ubersetzt. Er bezieht sich auf das Aussehen der hellen Kalkablagerungen, die den Hang bedecken und Stufen, flache Becken und Kaskaden bilden. Das warme Wasser stammt aus naturlichen Quellen und trägt, während es uber die Oberfläche fließt, weiterhin zur Bildung des Travertins bei. Deshalb kann sich das Erscheinungsbild einzelner Bereiche je nach Wasserverteilung und Maßnahmen zum Schutz der Stätte verändern.
Die Quellen wurden bereits in der Antike genutzt, als sich in der Nähe die Stadt Hierapolis befand – ein bekanntes Thermal- und Religionszentrum. Heute kommen Besucher nicht nur wegen der Naturlandschaft hierher, sondern auch fur einen Spaziergang durch das weitläufige historische Gebiet, in dem Thermalwasser, archäologische Monumente und Ausblicke auf die Umgebung von Denizli zusammentreffen.
Fur Besucher sind speziell ausgewiesene Wege geoffnet, die dazu beitragen, die empfindlichen Kalkoberflächen zu erhalten. Auf einem Teil der weißen Terrassen darf man nur barfuß gehen, und das Baden ist nur in bestimmten Bereichen erlaubt. Pamukkale ist deshalb besonders interessant, weil man hier an einem Ort einen seltenen naturlichen Prozess, Spuren der antiken Kurkultur und eine der bekanntesten Thermallandschaften der Turkei sehen kann.
Heiße Quellen von Pamukkale auf der Karte
Heiße Quellen von Pamukkale und die archäologische Zone Hierapolis
Thermalwasser trifft auf Archäologie, und Wege helfen, die Travertine zu bewahren.
Weiße Travertinterrassen und warmes Mineralwasser
Während des Besuchs gehen Gäste in der Regel auf ausgewiesenen Wegen entlang der weißen Hänge und steigen zu den Bereichen hinauf, in denen warmes Wasser durch die Travertinbecken fließt. Auf einigen Abschnitten ist es erlaubt, barfuß durch das flache Wasser zu gehen, um die Oberfläche nicht zu beschädigen. Das Wasser fullt hier nicht immer alle Becken gleichzeitig: Der Zufluss wird auf verschiedene Zonen verteilt, daher verändert sich das Bild im Laufe des Tages und je nach Jahreszeit.
Neben den Quellen selbst kann man auf dem Gelände das antike Hierapolis mit den Ruinen von Straßen, Thermen, Theater und Nekropole besichtigen. Besonderes Interesse weckt das Antike Becken, das oft Kleopatras Becken genannt wird: Es ist ein Thermalbecken zwischen antiken Fragmenten, in dem das Baden in der Regel gegen eine zusätzliche Gebuhr organisiert ist. Im oberen Teil des Plateaus gibt es Aussichtspunkte, von denen sich ein weiter Blick uber das Tal eroffnet.
Fur den Besuch sind bequeme Schuhe erforderlich, die sich vor dem Betreten der Travertine leicht ausziehen lassen, sowie ein Wasservorrat bei heißem Wetter, da ein großer Teil der Besichtigung unter freiem Himmel stattfindet. In der Nähe befinden sich auch das Archäologische Museum von Hierapolis und die Stadt Denizli, von wo aus viele zu einem Tagesausflug anreisen.
In der Regel erreicht man den Ort von Denizli aus mit dem Bus, Minibus oder Taxi, und die Eingänge zum Gelände befinden sich auf der Seite der Unterstadt sowie am oberen Teil der archäologischen Zone.
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