Mausoleum von Said Alauddin
Mausoleum von Said Alauddin in Chiwa, Usbekistan
Das Mausoleum von Said Alauddin befindet sich in Itchan-Kala, dem historischen Zentrum von Chiwa, innerhalb der Festungsmauern der Altstadt. Es ist eines der fruhesten erhaltenen Memorialdenkmäler Chiwas und mit dem verehrten Sufi-Scheich Said Alauddin verbunden, der zu Beginn des 14. Jahrhunderts starb. Fur Besucher ist dieser Ort nicht nur wegen seiner religiosen Geschichte interessant, sondern auch wegen der Moglichkeit, eine der ältesten Schichten der Architektur Choresms zu sehen.
Ursprunglich war das Mausoleum vergleichsweise klein und umfasste eine Grabkammer. Später wurde eine Ziyaratkhana hinzugefugt - ein Raum, den man zum Gebet und zum Gedenken an den Heiligen aufsuchte. Aufgrund von Umbauten ist das Denkmal nicht in seiner ursprunglichen Form bis heute erhalten geblieben, doch seine Komposition lässt erkennen, wie sich Memorialbauten in Chiwa uber mehrere Jahrhunderte entwickelten.
Das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes ist zuruckhaltend: Wände und Kuppelkonstruktionen sind aus gebrannten Ziegeln gefertigt, und die architektonischen Formen sind nicht auf Schmuck, sondern auf Funktion und Stabilität ausgerichtet. Der auffälligste kunstlerische Teil befindet sich im Inneren - das mit Majolika verkleidete Grabmal. Gerade dieses zieht meist die Aufmerksamkeit derjenigen auf sich, die sich fur die dekorative Kunst Choresms und die Traditionen der lokalen Keramik interessieren.
Ein großerer Umbau des Mausoleums erfolgte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als das Gebäude auf Anordnung von Allakuli Khan erneuert wurde. Daher wird das Denkmal heute als Verbindung eines älteren Heiligtums mit späteren architektonischen Ergänzungen wahrgenommen. Fur Touristen ist es ein ruhiger und inhaltsreicher Ort, der hilft, die Geschichte von Itchan-Kala auch jenseits der bekanntesten Medresen und Minarette besser zu verstehen.
Mausoleum von Said Alauddin auf der Karte
Das Mausoleum von Said Alauddin und seine Architektur in Itchan-Kala
Das Denkmal hilft, die fruhen Schichten der Geschichte Chiwas zu erkennen.
Mittelalterliche Grabstätte mit Majolika-Grabmal
Im Inneren des Mausoleums richtet sich die Aufmerksamkeit meist auf das Grabmal von Said Alauddin. Es gilt als eines der ausdrucksstärksten Details des Denkmals: Die Majolika-Verkleidung zeigt charakteristische Techniken des choresmischen Dekors, bei dem nicht die Fulle der Muster, sondern die Präzision der Zeichnung, die Farbe und die Arbeit mit der Oberfläche wichtig sind. Die Besichtigung des Innenraums nimmt nicht viel Zeit in Anspruch, vermittelt aber einen Eindruck davon, wie verehrte Bestattungen in Chiwa gestaltet wurden.
Auch das Gebäude selbst ist wegen seiner Raumgestaltung interessant. Besucher konnen den Unterschied zwischen dem älteren Grabteil und der später angebauten Ziyaratkhana erkennen, die fur Besuche bestimmt war. In der Architektur fallen gemauerte Gewolbe, Kuppeluberdeckungen und deren Ubergänge durch Trompen auf - ein charakteristisches Mittel der mittelalterlichen Baukunst der Region.
Das Mausoleum lässt sich gut in einen Spaziergang durch Itchan-Kala einbeziehen: In der Nähe befinden sich weitere Denkmäler der Altstadt, darunter Medresen, Moscheen und Palastbauten. Dank seiner geringen Große und seines ruhigen Charakters wird dieser Ort oft als kurzer, aber inhaltsreicher Halt zwischen der Besichtigung großerer Ensembles wahrgenommen.
Am einfachsten gelangt man zu Fuß durch die Straßen von Itchan-Kala hierher, nachdem man die Altstadt durch eines ihrer Tore betreten hat. Da das Mausoleum im Zentrum des historischen Chiwa liegt, wird es gewohnlich während eines allgemeinen Rundgangs durch die innere Stadt besucht.
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Fotos des Mausoleums
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