Samaniden-Mausoleum
Samaniden-Mausoleum in Buchara, Usbekistan
Das Samaniden-Mausoleum befindet sich im historischen Zentrum von Buchara, im Samanidenpark, an der Stelle einer alten Nekropole. Es ist eines der bekanntesten Architekturdenkmäler der Stadt und ein seltenes Beispiel fruhislamischer Baukunst in Zentralasien, das nahezu ohne spätere Umbauten erhalten geblieben ist. Das Gebäude wird auf das Ende des 9. bis den Beginn des 10. Jahrhunderts datiert, in die Zeit der Herrschaft der Samaniden-Dynastie.
Der Bau ist klein, hat nahezu ein kubisches Volumen und wird von einer Kuppel uberdeckt. Das Hauptmerkmal des Mausoleums ist das komplexe Ziegelmauerwerk, bei dem das Baumaterial zugleich die Konstruktion und das dekorative Muster der Fassaden bildet. Dadurch wirken die Wände bei unterschiedlicher Beleuchtung verschieden, obwohl die Komposition aller Seiten nahezu symmetrisch und sehr geschlossen bleibt.
Das Denkmal ist interessant durch die Verbindung lokaler Bautraditionen mit fur seine Zeit neuen Techniken. Forscher bringen das Mausoleum mit der Familiengruft der Samaniden in Verbindung; am häufigsten wird hier der Name Ismail Samani genannt, obwohl die genaue Zusammensetzung der Bestattungen in den Quellen unterschiedlich interpretiert wird. Fur Touristen ist dies ein wichtiger Halt bei einem Spaziergang durch das alte Buchara: Man kommt hierher, um eines der Schlusseldenkmäler der fruhmittelalterlichen Architektur der Region zu sehen und die beruhmte Arbeit der Bucharer Meister mit gebranntem Ziegel zu betrachten.
Samaniden-Mausoleum auf der Karte
Buchara, Samaniden-Zentralpark: Mausoleen und Grabstätten
Mausoleum Chashma-Ayub, Architekturkomplex Poi Kalon, Nekropole Chor-Bakr
Samaniden-Mausoleum: Mauerwerk, Grundriss und historischer Kontext
Ein Denkmal fruhislamischer Architektur im alten Buchara.
Das Ziegelmauerwerk als wichtigste Zier des Gebäudes
Von außen macht das Mausoleum den Eindruck eines strengen und sehr durchdachten Bauwerks. Tritt man näher heran, sind die Bogennischen, Ecksäulen und das geometrische Muster des Mauerwerks gut zu erkennen, das nicht separat als Dekor ausgefuhrt wurde, sondern in die Struktur der Wände selbst eingebunden ist. Gerade deshalb ist das Denkmal besonders interessant, nicht nur aus der Ferne, sondern auch aus der Nähe zu betrachten, wenn man es umrundet.
Der Innenraum ist klein und schlicht gestaltet, ohne eine Fulle späterer Ausstattung. Der Besuch nimmt gewohnlich nicht viel Zeit in Anspruch, bietet jedoch die Moglichkeit, besser zu verstehen, wie die fruhe muslimische Memorialarchitektur in Mawarannahr aussah. Fur die Besichtigung empfiehlt sich eine Zeit mit weichem Tageslicht, wenn das Relief des Ziegels und die Details der Fassaden besonders deutlich sichtbar sind.
Das Mausoleum liegt im grunen Teil des alten Buchara und lässt sich daher bequem in eine Fußroute durch das historische Zentrum einbeziehen. Nicht weit entfernt befinden sich Chashma-Ayub, die Bucharer Ark und das Ensemble Poi-Kalon, die häufig am selben Tag besucht werden.
Man kann mit dem Taxi bis ins historische Zentrum von Buchara fahren und anschließend zu Fuß durch das Gelände des Samanidenparks gehen. Fur viele Touristen ist dies einer der bequemsten Orte, um die Architektur der fruhen Periode der Stadt kennenzulernen.
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Fotos des Mausoleums
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