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Die Ruinen von Santa

Die Ruinen von Santa

Die Ruinen von Santa in Gumushane, Turkei

Die Ruinen von Santa liegen im Berggebiet der Provinz Gumushane, im Bezirk Torul, zwischen bewaldeten Hängen und Hochgebirgsstraßen des ostlichen Schwarzmeerraums. Unter dem Namen Santa versteht man gewohnlich nicht ein einzelnes Objekt, sondern eine Gruppe ehemaliger Siedlungen, die auch als Dumanli bekannt sind. In diesem Gebiet sind steinerne Wohnhäuser, Kirchen, Wirtschaftsgebäude und Fragmente alter Wege erhalten geblieben, die uber mehrere Abschnitte der Gebirgslandschaft verstreut sind.

Historisch waren diese Siedlungen mit den Pontosgriechen verbunden, die lange Zeit in den Bergregionen der Gegend lebten. Santa war einer der bedeutenden Orte ihrer Besiedlung und des lokalen Gemeinschaftslebens. Nach den Ereignissen zu Beginn des 20. Jahrhunderts und dem Bevolkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Turkei wurden die Dorfer verlassen, und die Gebäude verwandelten sich allmählich in Ruinen.

Heute kommen Besucher wegen der historischen Atmosphäre und fur Wanderungen zwischen den Uberresten der ehemaligen Dorfer hierher. Vor Ort sind Hauswände, Kirchenbauten, Bogen, Abschnitte von Steinmauerwerk und einzelne Elemente der alten Siedlungsstruktur zu sehen. Das Gebiet bleibt recht abgelegen und wenig erschlossen und ist deshalb besonders interessant fur alle, die weniger bekannte Denkmäler der Ostturkei abseits der großen Touristenrouten kennenlernen mochten.

Die Ruinen von Santa eignen sich fur Reisende, die sich fur Geschichte, architektonische Spuren der Vergangenheit und Gebirgslandschaften interessieren. Dieser Ort wird nicht als Museumsobjekt mit ausgebauter Infrastruktur wahrgenommen, sondern als historisches Gebiet, in dem ein achtsamer Umgang mit der Landschaft, festes Schuhwerk und die Bereitschaft zu einer Fahrt uber Bergstraßen wichtig sind.

Die Ruinen von Santa auf der Karte

Die Ruinen von Santa an den Berghängen von Torul

Hier haben sich Spuren ehemaliger Siedlungen inmitten der Bergwälder erhalten.

Die Ruinen von Santa

Steinsiedlungen und Kirchen an den Berghängen von Torul

Das Gebiet von Santa lässt sich besser als Route durch mehrere verstreute Abschnitte verstehen und nicht als einheitlicher archäologischer Komplex. Bei einem Spaziergang besichtigen Besucher gewohnlich die Reste von Häusern mit dicken Steinmauern, die Ruinen von Kirchengebäuden, Terrassen der ehemaligen Bebauung und alte Verbindungen zwischen den Siedlungen. Das Relief ist hier uneben, sodass selbst eine kurze Besichtigung oft Auf- und Abstiege einschließt.

Das wichtigste Merkmal des Ortes ist die Verbindung von historischen Ruinen und naturlicher Umgebung. Die Bauwerke stehen zwischen Nadelwäldern, Wiesen und Berghängen, weshalb sich viele Teile der Siedlungen erst nach und nach beim Fahren auf der Straße oder Gehen auf dem Pfad erschließen. Fur die Besichtigung ist es sinnvoll, genugend Zeit einzuplanen: Interessant sind nicht nur einzelne Gebäude, sondern auch die gesamte Struktur der Besiedlung in den Bergen.

Die Infrastruktur vor Ort ist begrenzt, deshalb nimmt man Wasser, Essen und alles Notwendige am besten im Voraus mit. Bei feuchtem Wetter und in der kalten Jahreszeit konnen Straße und Wege schwieriger sein als im Sommer. Wer die Reise mit anderen Naturzielen der Region verbinden mochte, findet in der Nähe Bergstrecken und Aussichtspunkte in der Umgebung von Torul und an den Straßen in Richtung der Hochebenen.

Gewohnlich erreicht man den Ort mit dem Auto von Gumushane uber Torul und anschließend uber die Bergstraße in Richtung Dumanli. Der offentliche Verkehr bis in das eigentliche Ruinengebiet ist eingeschränkt, daher sollte man vor der Reise den Zustand der Straße und die saisonale Erreichbarkeit im Voraus prufen.

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