Artemistempel in Ephesos
Artemistempel in Ephesos in Izmir, Turkei
Der Artemistempel in Ephesos befindet sich in der Nähe der Stadt Selcuk, unweit der wichtigsten archäologischen Zonen des antiken Ephesos in der Provinz Izmir. In der Antike war dies eines der großten Heiligtumer Kleinasiens, das der Gottin Artemis gewidmet war. Der Tempel wird traditionell zu den sieben Weltwundern der Antike gezählt, obwohl heute an der Stätte nur noch einzelne Uberreste erhalten sind.
Die bekannteste Version des Heiligtums wurde im 6. Jahrhundert v. Chr. errichtet und zeichnete sich durch fur ihre Zeit sehr große Ausmaße aus. Der Tempel wurde aus Marmor gebaut und war von zahlreichen hohen Säulen umgeben, was ihn zu einem der auffälligsten religiosen Bauwerke des antiken Mittelmeerraums machte. Er war nicht nur ein Kultort, sondern auch ein wichtiger Teil des städtischen Lebens von Ephesos.
Im Laufe seiner langen Geschichte erlebte der Tempel Zerstorungen und Umbauten, und später wurden seine Materialien teilweise in anderen Bauwerken verwendet. Heute sehen Besucher eine archäologische Stätte mit Fundamenten und einer aus Fragmenten rekonstruierten Säule. Selbst in diesem Zustand ist der Ort von Interesse fur alle, die das Ausmaß des antiken Ephesos besser verstehen und eines der bekanntesten Denkmäler der antiken Tradition sehen mochten.
Ublicherweise kommt man zusammen mit dem Besuch der Ruinen von Ephesos, des Museums in Selcuk und anderer historischer Orte in der Nähe hierher. Der Halt am Tempel nimmt nicht viel Zeit in Anspruch, hilft aber dabei, den Eindruck von der Region und ihrer vielschichtigen Geschichte zu vervollständigen.
Artemistempel in Ephesos auf der Karte
Der Artemistempel in Ephesos und seine archäologischen Uberreste
Die Besichtigung hilft, das Ausmaß des antiken Heiligtums und seinen Platz in der Geschichte von Ephesos zu verstehen.
Uberreste des antiken Heiligtums bei Selcuk
Heute präsentiert sich das Tempelgelände als offene archäologische Stätte mit niedrigen steinernen Uberresten, Fundamentbereichen und einer markanten Säule, die aus erhaltenen Fragmenten zusammengesetzt wurde. Vor Ort ist auch die wasserreiche Senke rund um das Denkmal zu sehen, durch die besonders deutlich wird, wie sehr sich die Landschaft seit der Antike verändert hat. Die Besichtigung dauert in der Regel nicht lange, vermittelt aber einen Eindruck vom Grundriss des Heiligtums und seinem ursprunglichen Ausmaß.
Dieser Ort eignet sich eher fur eine aufmerksame Beschäftigung mit der Geschichte als fur einen langen Spaziergang. Es ist hilfreich, sich im Voraus vorzustellen, wie der Tempel in der Antike aussah, da die wichtigsten Elemente nicht erhalten geblieben sind. Am besten besucht man die Anlage zusammen mit anderen Monumenten von Ephesos, um den Tempel im Kontext der antiken Stadt, ihres religiosen Lebens und ihrer Handelsverbindungen zu sehen.
In der Nähe befinden sich das Archäologische Museum von Ephesos in Selcuk, die Basilika des Heiligen Johannes, die Festung Ayasuluk und die Ruinen des eigentlichen Ephesos. Zum Tempel gelangt man von Selcuk aus gewohnlich zu Fuß, mit dem Taxi oder mit dem Auto, da er vergleichsweise nahe am Stadtzentrum und an den wichtigsten Touristenrouten liegt.
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Fotos des Tempels
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