Achteckiges Mausoleum in Schahi-Sinda
Achteckiges Mausoleum in Schahi-Sinda in Samarkand, Usbekistan
Das achteckige Mausoleum gehort zum Ensemble Schahi-Sinda in Samarkand, am Hang von Afrasiab, unweit des historischen Stadtzentrums. Es ist eines der Bauwerke der beruhmten Nekropole, in der Mausoleen und Gedenkbauten aus verschiedenen Epochen konzentriert sind. Aufgrund der Verkleidungstechnik und der Art der dekorativen Gestaltung wird das Gebäude in die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts, in die Zeit der Herrschaft Ulugbeks, datiert.
Das Denkmal zeichnet sich durch seine achteckige Form aus, die unter den anderen Bauten des Komplexes gut sichtbar ist. Fur die Architektur der Timuridenzeit sind durchdachte Proportionen, keramische Verkleidungen und Liebe zum Detail charakteristisch, und das Mausoleum zeigt diese Merkmale in einem eher intimen Maßstab. Selbst bei teilweisem Verlust des ursprunglichen Dekors bleibt es ein wichtiger Bestandteil des Gesamtbildes von Schahi-Sinda.
Während der Restaurierung im Jahr 1957 wurden hier archäologische Untersuchungen durchgefuhrt. Es wurden mehrere Grabsteine entdeckt, die vorläufig auf das 14. Jahrhundert datiert wurden, doch ließ sich aufgrund fehlender erhaltener Inschriften nicht genau bestimmen, wem die Bestattungen gehorten. Fur Besucher ist dieser Ort als Beispiel dafur interessant, wie sich in einem einzigen Denkmal Architektur, Restaurierungsgeschichte und archäologische Funde verbinden.
Achteckiges Mausoleum in Schahi-Sinda auf der Karte
Samarkand, Schah-i-Sinda-Komplex: Mausoleen und Grabstätten
Mausoleum von Kusam ibn Abbas, Ensemble der Mausoleen Shah-i-Zinda, Doppelkuppel-Mausoleum des Schahi-Sinda-Komplexes, Mausoleum Schirin-Beka-Oko des Schahi-Sinda-Komplexes
Achteckiges Mausoleum in Schahi-Sinda und die Besonderheiten seiner Verkleidung
Das Denkmal zeigt Architektur aus der Timuridenzeit und Spuren späterer Restaurierung.
Timuridische Verkleidung und seltene achteckige Komposition
Bei der Besichtigung des Mausoleums innerhalb des Ensembles Schahi-Sinda lohnt es sich, nicht nur auf seine Form, sondern auch auf die Verkleidungstechnik zu achten, anhand derer Forscher den Bau datieren. Ein achteckiger Grundriss ist hier nicht allzu häufig, weshalb sich das Gebäude deutlich von den benachbarten Mausoleen mit vertrauteren Fassadenlosungen abhebt. Am besten nimmt man es als Teil der gesamten Route durch die Nekropole wahr und vergleicht dabei die dekorativen Techniken verschiedener Epochen.
Besucher betrachten in der Regel den keramischen Dekor, die Proportionen der Wände und den Ubergang vom Sockel zum oberen Teil des Bauwerks. Das Denkmal ist nicht mit einer Museumsausstellung im ublichen Sinne verbunden, doch vor Ort lassen sich Besonderheiten der Bautechnik erkennen und Vorstellungen davon gewinnen, wie sich das Ensemble im Laufe der Jahrhunderte verändert hat. Spuren der Restaurierung erinnern daran, dass das heutige Erscheinungsbild des Mausoleums sowohl das Ergebnis mittelalterlicher Bautätigkeit als auch späterer Arbeiten zur Erhaltung des Denkmals ist.
In der Nähe befinden sich weitere Mausoleen des Ensembles Schahi-Sinda sowie der Eingangsbereich des Komplexes und der Treppenaufgang, der durch die wichtigsten Gedenkbauten fuhrt. Am einfachsten gelangt man mit dem Taxi oder zu Fuß aus dem historischen Zentrum von Samarkand hierher, wenn Sie bereits Afrasiab und die in der Nähe gelegenen Sehenswurdigkeiten besichtigen.
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Fotos des Mausoleums
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