Uluabat-See
Uluabat-See bei Bursa, Turkei – Sußwasserokosystem
Der Uluabat-See liegt westlich des Zentrums von Bursa und zählt zu den großten Flachseen der Marmararegion. In der Antike war er als Apollonia bekannt, heute wird er vor allem als wichtiges Sußwasserokosystem geschätzt. Im Jahr 1998 wurde der See in die Liste der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung gemäß der Ramsar-Konvention aufgenommen.
Die Ufer und die Wasserfläche des Uluabat vereinen offene Wasserflächen, Schilfzonen, sumpfige Bereiche und kleine Inseln. Diese Umgebung ist fur viele Vogelarten wichtig: Hier lassen sich saisonale Zugbewegungen, Nahrungssuche und in einzelnen Bereichen auch Brutplätze beobachten. Aus diesem Grund ist der See bei Ornithologiebegeisterten und bei allen bekannt, die sich fur die Naturlandschaften der Nordwestturkei interessieren.
Einer der meistbesuchten Orte am See ist das Dorf Golyazi am nordostlichen Ufer. Der historische Teil der Siedlung befindet sich auf einer ehemaligen Insel, die durch einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Hier haben sich alte Häuser, Fischerboote am Wasser, enge Gassen und die Kirche des Heiligen Panteleimon aus dem 19. Jahrhundert erhalten, und in der Nähe steht eine alte Platane, die als Weinende Platane bekannt ist.
Der Uluabat eignet sich fur einen ruhigen Tagesausflug ab Bursa, besonders wenn man nicht nur die ländliche Landschaft, sondern auch die Feuchtgebiets-Natur der Region sehen mochte. Bei der Planung sollte man die saisonalen Schwankungen des Wasserstands berucksichtigen: Das Erscheinungsbild der Uferlinie, der Zustand der Uferwege und die Moglichkeiten zur Vogelbeobachtung verändern sich je nach Jahreszeit. Während des Besuchs ist es wichtig, empfindliche Uferbereiche nicht zu betreten und die Vogel nicht zu storen, besonders während der Brutzeit.
Uluabat-See auf der Karte
Was man am Uluabat-See und im Dorf Golyazi sehen kann
Hier beobachtet man Wasservogel und erkundet die Uferlandschaften.
Flachwasserzonen, Vogel und ein altes Fischerdorf
Der See ist weniger fur Badeurlaub interessant als vielmehr fur Naturbeobachtung und das Leben der Ufersiedlungen. An verschiedenen Abschnitten des Ufers eroffnen sich Ausblicke auf die weite Flachwasserfläche, Schilfgurtel und saisonal uberflutete Niederungen. Am besten reist man mit einem Fernglas an: Selbst von gut zugänglichen Uferpunkten aus lassen sich Wasservogel und andere an Gewässer gebundene Vogelarten beobachten, auch wenn die Artenzusammensetzung von der Jahreszeit abhängt.
Der bequemste Ausgangspunkt, um den See kennenzulernen, ist Golyazi. Hier spaziert man an der Uferpromenade und durch die alten Gassen, betrachtet Fischerboote und die Steinbauten des historischen Ortskerns und besucht auch die Weinende Platane, einen der bekanntesten Bäume der Umgebung. Im Dorf gibt es Orte, von denen aus sich der See bei Sonnenaufgang und gegen Abend besonders gut fotografieren lässt, wenn das Licht weicher und das Wasser ruhiger ist.
Fur Spaziergänge in der Umgebung ist es wichtig, ausgebaute oder eindeutig zugängliche Uferabschnitte zu wählen, da ein Teil der Uferzone sumpfig und empfindlich gegenuber äußeren Einflussen ist. Baden und aktiver Wassersport sind hier nicht das Hauptziel eines Besuchs, während sich ein ruhiger Blick auf die Landschaft, Fotografie und die Beobachtung der saisonalen Veränderungen des Sees am besten eignen. In der Nähe kann man auch die ländliche Umgebung westlich von Bursa erkunden und den Ausflug mit dem Besuch weiterer Orte in Richtung Mustafakemalpasa verbinden.
Von Bursa aus erreicht man den See gewohnlich mit dem Auto uber die Straße in westlicher Richtung; die Fahrt nach Golyazi dauert je nach Verkehr und Ausgangspunkt im Zentrum von Bursa etwa eine Stunde.
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Fotos von Golyazi und Uluabat
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