Antike Stadt Sardes
Antike Stadt Sardes in Izmir, Turkei
Die antike Stadt Sardes befindet sich nicht in Ephesos, sondern im Landesinneren der Westturkei, im Gebiet der heutigen Ortschaft Sart ostlich von Izmir. Es handelt sich um die Ruinen der antiken Stadt Sardes – der Hauptstadt des lydischen Konigreichs und eines der wichtigen Zentren Kleinasiens. Die archäologische Zone liegt am Fuß des Tmolos-Gebirges, neben dem Tal des Flusses Paktolos.
Die Stadt ist seit fruhester Zeit bekannt und erreichte ihre großte Bedeutung im 7.–6. Jahrhundert v. Chr., als sie die Hauptstadt Lydiens war. Mit Sardes verbindet man die fruhe Prägung von Munzen aus Elektron, was die Rolle der Stadt in der Entwicklung von Handel und Handwerk unterstreicht. In der antiken Uberlieferung wurde die Gegend auch mit dem Reichtum assoziiert, den die umliegenden Ländereien und die Wasser des Paktolos brachten.
Nach der Eroberung durch die Perser behielt Sardes seine Bedeutung und gehorte später zur hellenistischen und romischen Welt. Heute sind hier die Reste großer offentlicher Bauwerke aus verschiedenen Epochen zu sehen, darunter der Tempel der Artemis, der monumentale Komplex der romischen Thermen und des Gymnasiums sowie die beruhmte Synagoge aus spätromischer Zeit. Dadurch ist die Stätte besonders interessant fur alle, die verstehen mochten, wie sich die Stadt im Laufe vieler Jahrhunderte verändert hat.
Sardes zieht nicht nur durch einzelne Ruinen an, sondern auch durch eine geschlossene archäologische Landschaft, in der Spuren der lydischen, griechischen, romischen und fruhbyzantinischen Zeit sichtbar sind. Ein Ausflug hierher eignet sich fur alle, die sich fur die antike Geschichte Anatoliens interessieren und eine bedeutende antike Stadt abseits der meistbesuchten Touristenrouten an der Kuste sehen mochten.
Antike Stadt Sardes auf der Karte
Antike Stadt Sardes und Denkmäler der Spätantike
Hier sind Spuren aus der lydischen, romischen und fruhbyzantinischen Zeit sichtbar.
Romisches Gymnasium, Synagoge und Tempel am Ort der Hauptstadt Lydiens
Auf dem Gelände der archäologischen Zone ist vor allem der romische Thermen- und Gymnasiumskomplex mit seiner hoch rekonstruierten Fassade und den weiten Hofen besonders gut erhalten. Daneben befinden sich die Uberreste einer der großten bekannten Synagogen spätromischer Zeit – mit Mosaikboden, dekorativem Stein und einem Grundriss, anhand dessen man sich die Struktur des Gemeindegebäudes vorstellen kann. Diese Denkmäler zeigen besonders anschaulich, wie vielfältig das Leben der Stadt in der Spätantike war.
Ein eigener Teil der Route fuhrt zum Tempel der Artemis, einem der markantesten Bauwerke von Sardes. Bis heute sind massive Säulen und das Fundament des Tempels erhalten, anhand derer sich seine Große beurteilen lässt. Bei einem Spaziergang durch die Ausgrabungen sehen Besucher außerdem Abschnitte antiker Straßen, Fragmente von Wohn- und offentlicher Bebauung sowie archäologische Schichten aus verschiedenen Epochen.
Die Besichtigung erfolgt in der Regel zu Fuß durch das offene Gelände, daher sind bequeme Schuhe und Sonnenschutz besonders in der warmen Jahreszeit sehr nutzlich. Unweit davon liegen die lydischen Grabhugel von Bin Tepe, die sich mit einem Besuch von Sardes auf derselben Reise verbinden lassen. Am bequemsten erreicht man den Ort gewohnlich mit dem Auto von Izmir aus oder uber Salihli, von wo aus man weiter in Richtung der Ortschaft Sart fährt.
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