Aziziye-Moschee
Aziziye-Moschee in Konya, Turkei – spätosmanische Architektur
Die Aziziye-Moschee befindet sich im Zentrum von Konya, im Stadtteil Karatay, zwischen Geschäftsstraßen nahe dem Bedesten-Markt und unweit des Mevlana-Museums. Fur Besucher ist sie eines der auffälligsten osmanischen Baudenkmäler im alten Teil der Stadt. Vor dem Hintergrund der seldschukischen Bauten Konyas hebt sie sich durch ihr späteres Erscheinungsbild und die dekorative Gestaltung der Fassaden ab.
Die erste Moschee an diesem Ort wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Nach einem großen Brand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Gebäude wiederaufgebaut, und 1874 erhielt die Moschee ihr heutiges Aussehen. Mit dieser Phase ist die Forderung durch Pertevniyal Valide Sultan, die Mutter von Sultan Abdulaziz, verbunden, nach dessen Namen die Moschee benannt ist.
Das Gebäude besteht aus behauenem Stein und gehort zur spätosmanischen Architektur mit Elementen des Barock und Rokoko. Es ist leicht an den hohen Rundbogenfenstern, der großen Kuppel und den zwei schlanken Minaretten mit dekorativen Steinmetzarbeiten zu erkennen. Im Inneren sind Ornamente aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhalten geblieben, und Mihrab sowie Minbar sind aus Stein gefertigt.
Heute bleibt die Aziziye-Moschee ein aktiver religioser Ort und ist zugleich fur diejenigen interessant, die sich mit der Architektur und Stadtgeschichte Konyas beschäftigen. Sie lässt sich gut in einen Spaziergang durch das historische Zentrum einbeziehen, besonders zusammen mit einem Besuch des Mevlana-Museums, der Märkte und der alten Handelsviertel.
Aziziye-Moschee auf der Karte
Aziziye-Moschee im historischen Zentrum von Konya
Sie dient als aktiver Ort des Gebets und als Objekt architektonischer Forschung.
Spätosmanische Moschee zwischen den alten Märkten Konyas
Von außen ziehen die hohen Fassaden mit großen Fenstern die Aufmerksamkeit auf sich, die viel Licht in den Gebetssaal lassen. Im Unterschied zu den strengeren fruhen Baudenkmälern der Stadt sind hier dekorative Elemente der späten osmanischen Zeit sichtbar – plastische Formen, Steinmetzarbeiten und eine reichere Ausarbeitung der Details. Besonders ausdrucksvoll wirken die beiden Minarette, die von den benachbarten Geschäftsstraßen gut zu sehen sind.
Im Inneren sehen Besucher einen geräumigen Saal unter der Kuppel, den Mihrab, den Minbar und den charakteristischen pflanzlichen Ornamentdekor des 19. Jahrhunderts. Die Besichtigung nimmt gewohnlich nicht viel Zeit in Anspruch, ermoglicht jedoch ein besseres Verständnis dafur, wie sich das architektonische Erscheinungsbild Konyas nach der seldschukischen Periode verändert hat. Da die Moschee aktiv genutzt wird, sollten Touristen außerhalb der Gebetszeiten kommen, vor dem Eintritt die Schuhe ausziehen und bedeckende Kleidung wählen.
In der Nähe befinden sich der Bedesten-Markt, Basarzeilen und das Mevlana-Museum, daher lässt sich der Besuch gut mit einem Spaziergang durch das historische Stadtzentrum verbinden. In diesem Viertel findet man außerdem leicht kleine Läden, traditionelle Handelshofe und weitere Baudenkmäler des alten Konya.
Die Moschee ist bequem zu Fuß vom Mevlana-Museum oder aus dem zentralen Teil Konyas zu erreichen. Wer mit offentlichen Verkehrsmitteln kommt, orientiert sich am besten an den Haltestellen im Bereich des Museums und des alten Basars, von wo aus es nur noch ein kurzer Spaziergang bis zur Moschee ist.
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Fotos der Aziziye-Moschee
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