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Deutscher Brunnen

Deutscher Brunnen

Deutscher Brunnen auf dem Sultanahmet-Platz, Istanbul, Turkei

Der Deutsche Brunnen befindet sich auf dem Sultanahmet-Platz im historischen Zentrum Istanbuls, im Stadtteil Fatih, zwischen der Blauen Moschee und dem Gelände des ehemaligen Hippodroms von Konstantinopel. Es handelt sich um einen kleinen Gedenkpavillon mit Brunnen, der bei einem Spaziergang durch einen der meistbesuchten Bereiche der Altstadt leicht zu erkennen ist.

Der Brunnen wurde dem Osmanischen Reich vom Deutschen Kaiserreich zum Gedenken an den Besuch von Kaiser Wilhelm II. in Istanbul im Jahr 1898 geschenkt. Die Konstruktion wurde in Deutschland gefertigt, anschließend zerlegt transportiert und vor Ort zusammengesetzt. Die Einweihung fand 1901 statt.

Das Bauwerk ist im neobyzantinischen Stil ausgefuhrt und hat eine achteckige Form. Kennzeichnend sind acht Säulen, Rundbogenoffnungen und eine Kuppel mit goldener Mosaikverkleidung auf der Innenseite. Im Inneren sind die Monogramme von Sultan Abdulhamid II. und Kaiser Wilhelm II. zu sehen, was den diplomatischen Charakter des Denkmals unterstreicht.

Heute ist der Deutsche Brunnen vor allem als historisches Detail des Sultanahmet-Platzes und als einer der Orientierungspunkte auf der Route zwischen den wichtigsten Monumenten des Viertels interessant. Er sollte in einen Spaziergang einbezogen werden von allen, die sich besser vorstellen mochten, wie sich das Erscheinungsbild dieses Teils von Istanbul zu Beginn des 20. Jahrhunderts veränderte und welche internationalen Beziehungen sich in der Stadtarchitektur widerspiegelten.

Deutscher Brunnen auf der Karte

Deutscher Brunnen – architektonischer Akzent des Sultanahmet-Platzes

Der zuruckhaltende Pavillon spiegelt historische Verbindungen zwischen den Imperien wider.

Deutscher Brunnen

Gedenkpavillon mit goldener Mosaikverkleidung auf dem Sultanahmet-Platz

Der Deutsche Brunnen lässt sich am besten aus der Nähe betrachten: Bei genauerem Hinsehen fallen die Marmordetails, die Form der Bogen und die Gestaltung der Kuppel auf, die auf einem fluchtigen Rundgang uber den Platz oft unbemerkt bleiben. Es handelt sich nicht um ein großes Monument, sondern um ein zuruckhaltendes Bauwerk, daher sollte es eher als architektonischer Akzent im offenen Stadtraum wahrgenommen werden.

Besucher bleiben hier meist stehen, um die Innenverkleidung der Kuppel zu betrachten und Fotos vor dem Hintergrund des historischen Platzes zu machen. Der Brunnen fugt sich besonders gut in eine Route uber das ehemalige Hippodrom ein, wo auch andere Denkmäler aus verschiedenen Epochen erhalten geblieben sind. In der Nähe befinden sich die Blaue Moschee, die Hagia Sophia, der Obelisk des Theodosius und die Schlangensäule.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Verbindung europäischer und osmanischer Elemente in der Gestaltung. Gerade dieses Merkmal macht den Brunnen nicht nur zu einem dekorativen Objekt, sondern zu einem Denkmal der politischen Geschichte an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, das mit den Beziehungen zwischen zwei Imperien verbunden ist.

Am einfachsten gelangt man mit der Straßenbahnlinie T1 bis zur Haltestelle „Sultanahmet“, von der aus der Brunnen in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar ist. Da er sich auf einem offenen Platz befindet, wird die Besichtigung in der Regel ohne separaten Eintritt und ohne längere Vorbereitung mit dem Besuch der benachbarten Sehenswurdigkeiten verbunden.

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