Ägyptischer Obelisk
Ägyptischer Obelisk auf dem Sultanahmet-Platz, Istanbul, Turkei
Der Ägyptische Obelisk befindet sich auf dem Sultanahmet-Platz im historischen Zentrum Istanbuls, an der Stelle des ehemaligen Hippodroms von Konstantinopel. Heute zählt er zu den markantesten Denkmälern dieses Stadtteils und fugt sich gut in einen Spaziergang zwischen der Hagia Sophia, der Blauen Moschee und anderen bekannten Orten des Viertels ein.
Der Obelisk wurde im Alten Ägypten unter Pharao Thutmosis III. geschaffen und ursprunglich in Karnak, in Theben, aufgestellt. Er ist aus rosafarbenem Assuan-Granit gehauen, und auf seinen Seiten sind hieroglyphische Inschriften erhalten, die der koniglichen Macht und den militärischen Siegen des Herrschers gewidmet sind. Er ist einer der wenigen antiken Monolithen in Istanbul, die man im offenen Stadtraum sehen kann.
Ende des 4. Jahrhunderts wurde der Obelisk nach Konstantinopel transportiert und auf Anordnung von Kaiser Theodosius I. im Hippodrom aufgestellt. Bis heute ist nur der obere Teil des antiken Monolithen erhalten geblieben, der auf einem spätromischen Marmorsockel steht. Die Reliefs am Sockel zeigen den Kaiserhof, Zuschauer auf den Tribunen und den eigentlichen Prozess der Errichtung des Denkmals.
Heute beträgt die Hohe des Obelisken mit Sockel etwa 25 Meter. Er lässt sich bequem bei einem Spaziergang durch Sultanahmet besichtigen: Das Denkmal steht unter freiem Himmel, der Zugang ist frei, und die Nähe zu anderen Bauwerken des Hippodroms hilft dabei, die Anlage und das Ausmaß des ehemaligen zeremoniellen Zentrums von Konstantinopel besser nachzuvollziehen.
Ägyptischer Obelisk auf der Karte
Ägyptischer Obelisk und Marmorsockel im Hippodrom
Das Denkmal zeigt das Zusammentreffen ägyptischer und romisch-byzantinischer Geschichte.
Altägyptischer Monolith in der Arena des byzantinischen Hippodroms
Bei der Besichtigung lohnt es sich, näher an den Marmorsockel heranzutreten: Gerade er liefert einen wichtigen Kontext zum Verständnis des Denkmals. Auf den Reliefs sind Szenen mit Kaiser Theodosius I., Hofleuten, Musikern und Episoden der Aufstellung des Obelisken zu erkennen. Am Sockel befinden sich außerdem Inschriften in griechischer und lateinischer Sprache, die mit dem Transport und der Errichtung des Monuments in Konstantinopel verbunden sind.
Der Granitschaft selbst ist nicht nur wegen seines Alters interessant, sondern auch wegen der Qualität der Steinbearbeitung. Auf seiner Oberfläche sind deutlich vertikale Reihen von Hieroglyphen zu sehen. Am besten lassen sich die Details bei Tageslicht erkennen, wenn man das Denkmal in Ruhe von allen Seiten umrunden und den ägyptischen Teil des Monuments mit dem späteren romisch-byzantinischen Sockel vergleichen kann.
Der Ägyptische Obelisk wird gewohnlich zusammen mit anderen Denkmälern des ehemaligen Hippodroms besichtigt – der Schlangensäule und dem Konstantinsobelisk –, und nur wenige Gehminuten entfernt befinden sich die Blaue Moschee, die Hagia Sophia und die Cisterna Basilica. Dies ist ein gunstiger Ort, um zu sehen, wie in einem städtischen Raum Denkmäler aus verschiedenen Epochen nebeneinander bestehen.
Am einfachsten erreicht man den Ort mit der Straßenbahnlinie T1 bis zur Haltestelle „Sultanahmet“, von der aus es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Platz sind. Da sich das Denkmal auf einem offenen Platz befindet, wird fur die Besichtigung kein Ticket benotigt, allerdings sind hier zur Tagesmitte gewohnlich mehr Besucher als am Morgen.
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Fotos des Obelisken
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