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Hagia Sophia

Hagia Sophia in Istanbul, Turkei - Geschichte und Architektur

Die Hagia Sophia, auch Ayasofya, befindet sich im Viertel Sultanahmet auf der historischen Halbinsel Istanbuls. Das Gebäude steht zwischen dem Hippodromplatz und dem Topkapi-Palast, nahe der Blauen Moschee, sodass es sich gut in einen Spaziergang durch die Altstadt einbinden lässt.

Das heutige Gebäude wurde 532-537 auf Anordnung von Kaiser Justinian I. von den Architekten Anthemios von Tralleis und Isidor von Milet errichtet, nachdem die vorherige Kirche während des Nika-Aufstands zerstort worden war. Nach der Eroberung Konstantinopels 1453 wurde der Sakralbau in eine Moschee umgewandelt, von 1935 bis 2020 fungierte er als Museum, und seit Juli 2020 dient er wieder als Moschee.

Die Hauptkuppel mit einem Durchmesser von etwa 31 m erhebt sich auf rund 55,6 m. Sie ruht auf Pendentifs und einem System von Halbkuppeln, die Standfestigkeit sichern kräftige Strebepfeiler. Säulen und Verkleidungsmarmore wurden aus verschiedenen Provinzen des Imperiums herbeigeschafft. Vier osmanische Minarette und spätere Verstärkungen prägen die heutige Silhouette.

Das Gebäude hat mehrfach Erdbeben und Brände uberstanden und wurde wiederholt verstärkt, auch in osmanischer Zeit, als Sinan an der Verstärkung der Konstruktionen arbeitete. Im Inneren verbinden sich byzantinische Mosaiken mit osmanischen Elementen - Mihrab, Minbar und großen kalligrafischen Medaillons des 19. Jahrhunderts. Die Ayasofya ist Teil der historischen Stadtviertel Istanbuls, die seit 1985 zum UNESCO-Welterbe gehoren.

Hagia Sophia - Innenausstattung und Besuch

Ein Ort, an dem byzantinische Architektur und osmanische Ergänzungen zusammenkommen.

Hagia Sophia

Byzantinische Kuppel, osmanische Minarette und Mosaiken unter einem Gewolbe

Im Inneren offnet sich ein weitläufiger Gebetsraum mit Reihen marmorner Säulen und Licht aus Fenstern am Fuß der Kuppel. In der Apsis befindet sich der Mihrab, daneben der Minbar, und an den Pfeilern hängen runde Medaillons des 19. Jahrhunderts mit Kalligraphie. An der sudostlichen Seite ist die abgegrenzte Sultansloge erhalten, und in der Mitte des Bodens sind Bereiche marmorner Intarsien erkennbar.

Zu den christlichen Denkmälern gehoren besonders die Mosaiken: die Gottesmutter in der Apsis, die Deesis-Komposition aus dem 13. Jahrhundert in der sudlichen Galerie sowie Darstellungen von Kaisern in den Vestibulen. Der Zugang zu den oberen Galerien und die Sichtbarkeit der Mosaiken hängen vom Besuchsmodus und den Gottesdiensten ab - einzelne Bereiche konnen geschlossen oder teilweise verdeckt sein.

Zu den beliebten Details zählen die sogenannte weinende Säule am nordwestlichen Pfeiler und die runischen Inschriften der Waräger an den Geländern der Galerie. Im Innenraum befindet sich die Bibliothek von Sultan Mahmud I., gegrundet 1739, und rund um das Gebäude liegen Turben osmanischer Sultane aus dem 16. Jahrhundert. In der Nähe befinden sich der Hippodromplatz, die Blaue Moschee, der Topkapi-Palast und die Basilika-Zisterne.

Die Ayasofya dient als Moschee, der Eintritt in den Gebetsbereich ist kostenlos. Besucher sollten die Schuhe ausziehen, sich dezent kleiden, Frauen den Kopf bedecken und einen Besuch während des Gebets vermeiden, besonders am Freitag zur Mittagszeit. Am Eingang sind Warteschlangen und Sicherheitskontrollen moglich, einzelne Bereiche konnen fur Restaurierungen geschlossen sein. Am einfachsten erreicht man die Stätte mit der Straßenbahn T1 bis zur Haltestelle Sultanahmet oder Gulhane, von der Anlegestelle Eminonu ist es bequem zu Fuß.

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