Fotos des Vulkans Hasan
Vulkan Hasan
Vulkan Hasan in Kappadokien, Turkei - Geologie und Routen
Der Vulkan Hasan, oder Hasandag, ist ein Stratovulkan am westlichen Rand Kappadokiens, zwischen den Stadten Aksaray und Nigde. Das Massiv hat zwei Hauptgipfel: der Grosse Hasan mit einer Hohe von 3.268 m und der Kleine Hasan mit etwa 3.069 m. Die Silhouette mit zwei Gipfeln ist von vielen Punkten der Region gut erkennbar und dient als Orientierungspunkt im sudwestlichen Teil Kappadokiens.
Hasan gehort zur zentralanatolischen Vulkanprovinz. Zusammen mit den Massiven Erciyes und Melendiz war er an der Bildung der Tuffablagerungen beteiligt, aus denen die Plateaus und Taler Kappadokiens aufgebaut sind. Die Hange des Hasan bestehen uberwiegend aus andesitischen und dazitischen Laven, im oberen Bereich treten Lavakuppeln auf. Es gibt Hinweise auf Aktivitat im Holozän, doch das genaue Datum des letzten Ausbruchs wird diskutiert; der Vulkan gilt als ruhend.
Die Umgebung ist fur Obsidianlagerstatten bekannt, vor allem bei den nahen Massiven Golludag und Nenezi-Dag. Im Neolithikum und in der Kupfersteinzeit wurde das vulkanische Glas breit zur Herstellung von Werkzeugen und Schmuck verwendet, Archaologen finden auch polierte Obsidianspiegel. Ein Wandgemalde aus Catalhoyuk wird haufig als Darstellung eines Ausbruchs des Hasandag gedeutet; diese Version wird von einigen geologischen Datierungen gestutzt, auch wenn sie umstritten bleibt.
Aufstiege auf den Hasan sind bei stabiler Witterung moglich. Eine beliebte Route auf den Grossen Hasan beginnt im Dorf Helvadere am Fuss des Massivs. Die beste Zeit fur den Aufstieg sind der spate Fruhling, der Sommer und der fruhe Herbst. In der warmen Saison dauert der Hin- und Ruckweg je nach Kondition in der Regel 6-8 Stunden. Im Winter und fruhen Fruhling halten sich an den oberen Hangen Schnee und Vereisung, Erfahrung und entsprechende Ausrustung sind erforderlich.
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Der Vulkan Hasan, oder Hasandag, ist ein Stratovulkan am westlichen Rand Kappadokiens, zwischen den Stadten Aksaray und Nigde. Das Massiv hat zwei Hauptgipfel: der Grosse Hasan mit einer Hohe von 3.268 m und der Kleine Hasan mit etwa 3.069 m. Die Silhouette mit zwei Gipfeln ist von vielen Punkten der Region gut erkennbar und dient als Orientierungspunkt im sudwestlichen Teil Kappadokiens.
Hasan gehort zur zentralanatolischen Vulkanprovinz. Zusammen mit den Massiven Erciyes und Melendiz war er an der Bildung der Tuffablagerungen beteiligt, aus denen die Plateaus und Taler Kappadokiens aufgebaut sind. Die Hange des Hasan bestehen uberwiegend aus andesitischen und dazitischen Laven, im oberen Bereich treten Lavakuppeln auf. Es gibt Hinweise auf Aktivitat im Holozän, doch das genaue Datum des letzten Ausbruchs wird diskutiert; der Vulkan gilt als ruhend.
Die Umgebung ist fur Obsidianlagerstatten bekannt, vor allem bei den nahen Massiven Golludag und Nenezi-Dag. Im Neolithikum und in der Kupfersteinzeit wurde das vulkanische Glas breit zur Herstellung von Werkzeugen und Schmuck verwendet, Archaologen finden auch polierte Obsidianspiegel. Ein Wandgemalde aus Catalhoyuk wird haufig als Darstellung eines Ausbruchs des Hasandag gedeutet; diese Version wird von einigen geologischen Datierungen gestutzt, auch wenn sie umstritten bleibt.
Aufstiege auf den Hasan sind bei stabiler Witterung moglich. Eine beliebte Route auf den Grossen Hasan beginnt im Dorf Helvadere am Fuss des Massivs. Die beste Zeit fur den Aufstieg sind der spate Fruhling, der Sommer und der fruhe Herbst. In der warmen Saison dauert der Hin- und Ruckweg je nach Kondition in der Regel 6-8 Stunden. Im Winter und fruhen Fruhling halten sich an den oberen Hangen Schnee und Vereisung, Erfahrung und entsprechende Ausrustung sind erforderlich.
Aufstiege erfordern Vorbereitung und die Berucksichtigung der Wetterbedingungen.
Trek zur Hohe von 3.268 m und Panoramen der Plateaus Kappadokiens
Zum klassischen Startpunkt des Pfades auf den Grossen Hasan gelangt man ins Dorf Helvadere, das an den nordlichen Hangen des Massivs liegt. Anfangs fuhrt der Weg uber sanfte, grasbewachsene Hange mit vereinzelten Felsblocken, danach geht er in Abschnitte mit Schutt und alten Lavastromen uber. Vor dem Erreichen des Passes zwischen den Gipfeln wird der Pfad deutlich steiler, unter den Fussen liegt feines Schuttgeroll, und im oberen Abschnitt trifft man auf Felsaufschlusse und Lavakuppeln.
Der Hohenzuwachs ist erheblich - im Durchschnitt 1.300-1.600 m je nach Startpunkt. Auf der Route gibt es weder Wasserquellen noch Schatten, daher ist es wichtig, ausreichend Wasser mitzunehmen und fruh am Morgen aufzubrechen. Sommerliche Hitze und starker Wind am Grat sind ublich. In der kalten Jahreszeit sind die oberen Hange mit Schnee und Firn bedeckt, Steigeisen und Trekkingstocke sind hilfreich, und bei Vereisung sind Eispickel und Erfahrung in der Fortbewegung im Gebirgsgelände erforderlich.
Vom Grat eroffnen sich weite Blicke auf die Tuffplateaus Kappadokiens. Bei klarem Wetter sind das Massiv Erciyes, das Melendiz-Gebirge und der Salzsee Tuz im Westen sichtbar. Aus der Sattelmulde zwischen den Gipfeln kann man bei Wunsch auch auf den Kleinen Hasan aufsteigen, sofern Zeit und Wetter es erlauben.
In der Nachbarschaft, von den nordlichen und westlichen Randern des Massivs, lassen sich bequem das Ihlara-Tal und die historischen Viertel von Guzelyurt besuchen, und sudlicher liegt der Kratersee Nar. Am einfachsten gelangt man zum Beginn des Pfades mit dem Auto oder Taxi aus der Stadt Aksaray, die Strasse nach Helvadere ist asphaltiert, die letzten Kilometer bis zum Startpunkt konnen uber eine Schotterpiste verlaufen.
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