Galerie der Stadtmauern
Stadtmauern von Istanbul
Stadtmauern von Istanbul - Geschichte und Spaziergang auf der historischen Halbinsel
Die Stadtmauern von Istanbul, auch Theodosianische Mauern, verlaufen landseitig entlang der historischen Halbinsel im europäischen Teil der Stadt. Die etwa 6,5 km lange Befestigungslinie reicht von der Festung Yedikule am Ufer des Marmarameers bis nach Ayvansaray am Goldenen Horn und fuhrt durch Viertel des Bezirks Fatih.
Der Hauptbau erfolgte 408–413 unter Kaiser Theodosius II. unter der Leitung des Präfekten Anthemius. Es handelt sich um ein mehrstufiges Verteidigungssystem mit innerer und äußerer Mauer sowie einem breiten Graben. Die innere Kurtine wird durch Turme unterschiedlicher Form verstärkt, darunter rechteckige und polygonale, insgesamt waren es etwa hundert. Nach dem Erdbeben von 447 wurden die Befestigungen rasch wiederhergestellt und verstärkt.
Im Laufe der Jahrhunderte widerstanden die Mauern wiederholt Belagerungen und blieben der zentrale Schutz Konstantinopels. Die bekanntesten Durchbruche stehen mit der Einnahme der Stadt durch die Kreuzfahrer im Jahr 1204 und der osmanischen Eroberung im Jahr 1453 in Verbindung.
Seit dem späten 19. und fruhen 20. Jahrhundert wurden Teile der Mauern beim Bau von Straßen und der Eisenbahn abgetragen; später begann die Konservierung und Restaurierung einzelner Abschnitte. Die Befestigungen gehoren seit 1985 zum UNESCO-Welterbe "Historische Gebiete von Istanbul". Heute sind sowohl restaurierte als auch ruinose Abschnitte zu sehen, die ein anschauliches Bild der spätantiken und byzantinischen Befestigungskunst vermitteln.
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Die Stadtmauern von Istanbul, auch Theodosianische Mauern, verlaufen landseitig entlang der historischen Halbinsel im europäischen Teil der Stadt. Die etwa 6,5 km lange Befestigungslinie reicht von der Festung Yedikule am Ufer des Marmarameers bis nach Ayvansaray am Goldenen Horn und fuhrt durch Viertel des Bezirks Fatih.
Der Hauptbau erfolgte 408–413 unter Kaiser Theodosius II. unter der Leitung des Präfekten Anthemius. Es handelt sich um ein mehrstufiges Verteidigungssystem mit innerer und äußerer Mauer sowie einem breiten Graben. Die innere Kurtine wird durch Turme unterschiedlicher Form verstärkt, darunter rechteckige und polygonale, insgesamt waren es etwa hundert. Nach dem Erdbeben von 447 wurden die Befestigungen rasch wiederhergestellt und verstärkt.
Im Laufe der Jahrhunderte widerstanden die Mauern wiederholt Belagerungen und blieben der zentrale Schutz Konstantinopels. Die bekanntesten Durchbruche stehen mit der Einnahme der Stadt durch die Kreuzfahrer im Jahr 1204 und der osmanischen Eroberung im Jahr 1453 in Verbindung.
Seit dem späten 19. und fruhen 20. Jahrhundert wurden Teile der Mauern beim Bau von Straßen und der Eisenbahn abgetragen; später begann die Konservierung und Restaurierung einzelner Abschnitte. Die Befestigungen gehoren seit 1985 zum UNESCO-Welterbe "Historische Gebiete von Istanbul". Heute sind sowohl restaurierte als auch ruinose Abschnitte zu sehen, die ein anschauliches Bild der spätantiken und byzantinischen Befestigungskunst vermitteln.
Die Besichtigung erfolgt abschnittsweise an den Kurtinen, Turmen und erhaltenen Toren.
Turme, Tore und Graben der spätantiken Verteidigung Konstantinopels
Am besten besichtigt man die Mauern in einzelnen Abschnitten. Gut erkennbar sind der innere und der äußere Verteidigungsgurtel, die Grabenabschnitte außen und das charakteristische byzantinische Mauerwerk mit dem Wechsel von Stein und Ziegel. Auf vielen Strecken sind Turme unterschiedlichen Zuschnitts erhalten, an denen sich das Ausmaß der Verteidigungslinie ablesen lässt.
Am sudlichen Ende bei der Festung Yedikule befinden sich die Reste des Goldenen Tores - die repräsentative Einfahrt nach Konstantinopel. Weiter entlang der Linie liegen das Topkapi-Tor (nicht zu verwechseln mit dem Topkapi-Palast) und das Edirnekapi-Tor, von wo aus sich ein Spaziergang entlang der nordlichen Abschnitte gut beginnen lässt. Der Aufstieg auf die Mauern ist keine einheitliche Route - die Besichtigung erfolgt gewohnlich außen am Fuß der Kurtinen und Turme.
Am nordlichen Ende bei Ayvansaray beginnen die Viertel Balat und Fener. Unweit von Edirnekapi befindet sich die Kariye-Moschee, bekannt als ehemalige Chora-Kirche, und entlang der Mauerlinie ziehen sich Gärten und Parkflächen an der Stelle des alten Grabens.
Am einfachsten gelangt man zur Station Topkapi-Ulubatli (Straßenbahn T1, Metro M1), zu Yedikule - mit Marmaray bis Kazlicesme, zu Ayvansaray - mit der Straßenbahn T5.
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