Mardin – die steinerne Stadt
Mardin – die steinerne Stadt in Diyarbakir, Turkei
Mardin liegt im Sudosten der Turkei an einem Hang oberhalb der mesopotamischen Ebene. Die Stadt ist vor allem fur ihre Altstadt bekannt, wo eine dichte Bebauung aus hellem Kalkstein, Treppen, Bogendurchgänge und enge Gassen ein charakteristisches Stadtbild schaffen. Gerade dieser historische Teil wird gewohnlich mit dem Ausdruck „steinerne Stadt“ assoziiert.
Mardin ist interessant, weil sich in seinem Erscheinungsbild verschiedene kulturelle und religiose Traditionen der Region deutlich miteinander verweben. Hier befinden sich Moscheen, Medresen, Kloster- und Kirchenbauten der syrisch-christlichen Tradition nebeneinander, während Wohnhäuser mit Steinmetzarbeiten und Innenhofen geschmuckt sind. Viele Fassaden und Portale veranschaulichen gut die lokalen Bautechniken, durch die sich die Stadt von anderen Orten in Sudostanatolien abhebt.
Bei einem Spaziergang durch das alte Mardin besichtigen Touristen gewohnlich historische Straßen, Terrassen mit Blick auf die Ebene, religiose Denkmäler und alte Viertel, die ihre traditionelle Struktur bewahrt haben. Uber der Stadt erhebt sich die Zitadelle von Mardin, die in den meisten Fällen von außen betrachtet wird, da der Zugang ins Innere lange Zeit eingeschränkt war. Auch ohne den Besuch der Festung bieten die oberen Teile der Stadt ein weites Panorama auf die Umgebung.
Mardin eignet sich fur alle, die sich fur historische Architektur, das urbane Umfeld des Nahen Ostens und die vielschichtige Kultur der Region interessieren. Man kommt nicht wegen eines einzigen einzelnen Objekts hierher, sondern wegen des Gesamteindrucks der steinernen Stadt, ihres Reliefs, ihrer Ausblicke und ihrer gut erhaltenen historischen Bebauung.
Mardin – die steinerne Stadt auf der Karte
Mardin und seine historischen Viertel am Hang
Hier sind steinerne Bebauung, religiose Denkmäler und Ausblicke auf Mesopotamien erhalten geblieben.
Alte Viertel am Hang mit Blick auf die mesopotamische Ebene
Am besten lernt man Mardin zu Fuß kennen. Im historischen Teil kann man durch Straßen mit Steinhäusern gehen, geschnitzte Portale, gewolbte Durchgänge, kleine Plätze und Terrassen sehen, von denen sich der Blick weit uber die Stadt hinaus offnet. Das Relief ist hier uneben, deshalb umfasst die Route oft Anstiege, Treppen und gepflasterte Abschnitte – bequemes Schuhwerk erleichtert den Spaziergang deutlich.
Zu den Orten, die gewohnlich in die Besichtigung einbezogen werden, zählen alte Medresen, die Große Moschee von Mardin, die Kirklar-Kirche und andere religiose Denkmäler verschiedener Gemeinschaften. Viele Gebäude sind nicht nur wegen ihrer Geschichte interessant, sondern auch wegen ihrer Gestaltungsdetails: Steinmetzarbeiten, Innenhofe, Arkaden und Minarette, die sich vor der hellen Bebauung gut abheben. Ein Teil der Häuser in der Altstadt wird weiterhin als Wohngebäude genutzt, daher vermittelt ein Spaziergang hier nicht nur einen Eindruck von den Denkmälern, sondern auch vom alltäglichen städtischen Umfeld.
Wenn Zeit bleibt, fährt man von Mardin oft zum Kloster Deyrulzafaran oder in die Siedlung Midyat, die ebenfalls fur ihre Steinarchitektur und ihr syrisch-christliches Erbe bekannt ist. Nach Mardin gelangt man gewohnlich uber den Flughafen Mardin oder mit dem Bus aus den großen Städten der Region, danach fährt man mit dem Taxi, dem Bus oder zu Fuß aus dem moderneren unteren Teil der Stadt in den historischen Bereich hinauf.
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