Martyrium des Heiligen Philippus
Martyrium des Heiligen Philippus in Denizli, Turkei
Das Martyrium des Heiligen Philippus befindet sich in der archäologischen Zone von Hierapolis in Pamukkale, unweit der Stadt Denizli. Dieses fruhchristliche Heiligtum auf einem Hugel wird traditionell mit der Verehrung des Apostels Philippus in Verbindung gebracht. Das Monument ist Teil der UNESCO-Welterbestätte „Hierapolis-Pamukkale“ und gilt als wichtiger Bestandteil der Religionsgeschichte dieser antiken Stadt.
Das Bauwerk wurde in byzantinischer Zeit, vermutlich zu Beginn des 5. Jahrhunderts, an einem Ort errichtet, der in der lokalen Tradition mit dem Märtyrertod des Apostels verbunden wurde. Nach seinem Grundriss handelt es sich um einen Zentralbau mit einem achteckigen Kern, der von Räumen und Gängen umgeben ist. Ein solches Schema ist typisch fur die Spätantike und spiegelt die Funktion des Komplexes als Ort der Pilgerfahrt und des Gottesdienstes wider.
Heute sehen Besucher Ruinen, anhand derer sich das ursprungliche Ausmaß des Baus noch gut vorstellen lässt: Erhalten sind Teile der Mauern, Säulenbasen, Treppen und Elemente der Eingangsbereiche. Dank der Lage auf einer Anhohe bieten sich von hier aus gute Ausblicke auf die Ruinen von Hierapolis, das umliegende Plateau und die weißen Travertinterrassen von Pamukkale.
Das Martyrium ist interessant fur alle, die die fruhchristliche Architektur Kleinasiens und die Struktur byzantinischer Pilgerzentren besser verstehen mochten. Es wird gewohnlich zusammen mit anderen Monumenten von Hierapolis besucht, weshalb ein Halt hier besonders praktisch im Rahmen eines Rundgangs durch den gesamten archäologischen Komplex ist.
Martyrium des Heiligen Philippus auf der Karte
Das Martyrium des Heiligen Philippus und seine Ruinen uber Hierapolis
Das Monument hilft, die fruhchristliche Geschichte von Hierapolis zu verstehen.
Ein achteckiges Heiligtum auf dem Hugel uber Hierapolis
Vor Ort fällt vor allem die ungewohnliche Komposition des Monuments auf. An den erhaltenen Konturen lässt sich erkennen, wie der zentrale achteckige Raum mit angrenzenden Räumen und Gängen kombiniert war und so eine nahezu kreuzformige Struktur bildete. Fur Besucher ist dies die Moglichkeit, nicht nur einzelne Ruinen zu sehen, sondern ein gut lesbares Schema eines spätantiken religiosen Bauwerks.
Der Aufstieg zum Martyrium nimmt nicht viel Zeit in Anspruch, doch sollte man das offene Gelände und die Sonne berucksichtigen, besonders in der warmen Jahreszeit. Auf dem Areal lassen sich die Mauerreste und architektonischen Fragmente gut besichtigen, danach lohnt es sich, wegen des Panoramas noch etwas zu verweilen. Am besten kommt man in bequemen Schuhen, da die Wege in der archäologischen Zone stellenweise uneben sind.
In der Nähe befinden sich das antike Theater von Hierapolis, die Nekropole, die romischen Bäder und die Travertinterrassen von Pamukkale, sodass sich der Besuch des Martyriums leicht mit der Besichtigung anderer Teile der Anlage verbinden lässt. Das macht den Ort nicht nur fur diejenigen interessant, die sich mit christlichen Monumenten beschäftigen, sondern auch fur Reisende, die die Geschichte von Hierapolis insgesamt kennenlernen mochten.
Gewohnlich gelangt man nach dem Eintritt nach Hierapolis zu Fuß durch das Gelände der archäologischen Zone von Pamukkale hierher. Vom Zentrum von Denizli aus erreicht man Pamukkale bequem mit dem Auto, Taxi oder offentlichen Verkehrsmitteln und setzt den Weg anschließend zu Fuß fort.
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Fotos des Martyriums
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