Molla-Celebi-Moschee
Molla-Celebi-Moschee im Viertel Findikli, Istanbul, Turkei
Die Molla-Celebi-Moschee befindet sich im Viertel Findikli in Beyoglu, unweit der Uferpromenade des Bosporus. Sie ist eine der osmanischen Moscheen der klassischen Periode im europäischen Teil Istanbuls, verborgen zwischen späterer städtischer Bebauung. Fur Touristen ist sie nicht nur als religioses Denkmal interessant, sondern auch als Teil des historischen Erscheinungsbildes des Gebiets zwischen Kabatas und Taksim.
Der Bau wird ublicherweise den 1560er Jahren zugeschrieben. Auftraggeber war Mehmed Vusuli Celebi, auch bekannt als Yusuf Celebi, der ein hohes richterliches Amt im osmanischen Staat bekleidete. Das Projekt wird traditionell mit dem Namen Mimar Sinan verbunden, dem Hauptarchitekten der Zeit Suleymans des Prächtigen und seiner Nachfolger. Einst war die Moschee Teil eines kleinen Komplexes mit Hamam und Schule, doch diese Bauten sind nicht erhalten geblieben.
Das Gebäude zeichnet sich durch eine zuruckhaltende und klare Komposition aus. Der rechteckige Gebetssaal ist von einer zentralen Kuppel uberdeckt, der Mihrab ist in einen vorspringenden Teil der Wand gesetzt, und an einer der Ecken erhebt sich ein schlankes Minarett. Zur Straßenseite schließt sich eine Galerie mit mehreren kleinen Kuppeln an – ein charakteristisches Merkmal der osmanischen Architektur dieser Zeit.
Ein Besuch der Moschee kann fur diejenigen interessant sein, die die Arbeit osmanischer Architekten außerhalb der bekanntesten imperialen Komplexe sehen mochten. Sie lässt sich gut in einen Spaziergang entlang des Bosporusufers einfugen, besonders wenn Sie zu Fuß zwischen Kabatas, Findikli und dem Dolmabahce-Palast unterwegs sind.
Molla-Celebi-Moschee auf der Karte
Architektur und Geschichte der Molla-Celebi-Moschee
Der Innenraum ist auf klare Proportionen und die zentrale Kuppel ausgerichtet.
Osmanische Moschee an der Uferpromenade von Findikli
Im Inneren ziehen meist die Proportionen des Saals und die Gestaltung des Raums unter der zentralen Kuppel die Aufmerksamkeit auf sich. Hier zeigt sich besonders deutlich das Prinzip der osmanischen Klassik – das Streben nach einem klaren, gut beleuchteten Innenraum ohne ubermäßigen Dekor. Beachtenswert sind der in Richtung Mekka ausgerichtete Mihrab und die Minbar, von der freitags die Predigten gehalten wurden.
Von außen betrachtet man das Gebäude am besten von verschiedenen Seiten, da die Moschee in eine dichte städtische Umgebung eingebettet ist. Die vor dem Eingang liegende Galerie, die mit kleinen Kuppeln bedeckt ist, hilft dabei, sich vorzustellen, wie die kleinen religiosen Komplexe Istanbuls im 16. Jahrhundert aussahen. Das Minarett betont die Silhouette des Bauwerks, und die Nähe zum Bosporus macht es zu einem Teil der historischen Kustenlandschaft von Findikli.
Die Moschee wird gewohnlich während eines Spaziergangs durch das Viertel besichtigt und mit anderen Orten in der Nähe kombiniert. Nicht weit entfernt befinden sich der Dolmabahce-Palast, die Uferpromenade von Kabatas, das Istanbuler Museum fur Malerei und Skulptur sowie der Weg zum Taksim-Platz und zur Istiklal-Straße.
Am bequemsten erreicht man sie mit der Straßenbahnlinie T1 bis zur Haltestelle Findikli-Mimar Sinan Universitesi oder zu Fuß von Kabatas aus. Beim Besuch sollte man die Gebetszeiten berucksichtigen und die fur eine aktive Moschee ublichen Kleidungs- und Verhaltensregeln beachten.
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Fotos der Molla-Celebi-Moschee
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