Bosporus
Der Bosporus in Istanbul, Turkei – Geografie und Ufer
Der Bosporus ist eine schmale Meerenge, die durch Istanbul verläuft und die Stadt in einen europäischen und einen asiatischen Teil trennt. Er verbindet das Schwarze Meer mit dem Marmarameer und bleibt ein wichtiger internationaler Schifffahrtsweg. Fur Touristen ist er nicht nur die geografische Grenze zwischen zwei Kontinenten, sondern auch eines der wichtigsten Stadtpanoramen, an dem sich Struktur und Große Istanbuls gut erkennen lassen.
Die Meerenge erstreckt sich uber etwa 30 km. Ihre Breite verändert sich deutlich: An manchen Stellen rucken die Ufer nah aneinander, an anderen offnen sich breitere Wasserflächen. An den Ufern des Bosporus wechseln sich historische Viertel, Paläste aus der osmanischen Zeit, alte Befestigungen, Moscheen, Anlegestellen, Wohnviertel und moderne Verkehrsbauten ab. Besonders auffällig ist der Kontrast zwischen der repräsentativen Uferbebauung und dem Alltagsleben in den Vierteln am Wasser.
Der Bosporus ist nicht nur wegen seines Ausblicks interessant, sondern auch wegen seiner Struktur. Hier wirkt ein zweischichtiges Stromungssystem: Oberflächenwasser fließt vom Schwarzen Meer in Richtung Marmarameer, während Tiefenwasser in die entgegengesetzte Richtung stromt. Das europäische und das asiatische Ufer sind durch Brucken verbunden, und unter der Meerenge verlaufen der Marmaray- und der Eurasien-Tunnel, wodurch der Bosporus ein wichtiger Teil des städtischen Verkehrssystems bleibt.
Fur Reisende ist der Bosporus meist mit Fahrten auf Fähren, Wegen entlang der Uferpromenaden und dem Besuch der Kustenviertel verbunden. Vom Wasser aus sind die Festungen Rumeli Hisari und Anadolu Hisari, der Dolmabahce-Palast, der Beylerbeyi-Pavillon und viele weitere Sehenswurdigkeiten gut zu sehen. Eine Fahrt entlang der Meerenge hilft dabei, Istanbul aus einer anderen Perspektive zu erleben – als große Stadt, die rund um einen naturlichen Seeweg gewachsen ist.
Bosporus auf der Karte
Spaziergänge und Viertel entlang des Bosporus
Vom Wasser aus sind die Struktur der Stadt und die verschiedenen Uferviertel gut zu erkennen.
Panoramen von Palästen, Festungen und Brucken vom Wasser aus
Eine der bequemsten Moglichkeiten, den Bosporus kennenzulernen, ist eine Fahrt mit der Fähre. Während kurzer Stadtverbindungen und längerer Routen lassen sich die wechselnden Uferlandschaften beobachten: zentrale Promenaden, alte holzerne Yali-Villen, Fischerbereiche, Anlegestellen und große Brucken. Vom Wasser aus werden das Relief der Ufer und die Lage der Viertel gut sichtbar, die von der Straße aus oft zersplittert wirken.
Am europäischen Ufer ziehen meist der Dolmabahce-Palast, die Viertel Besiktas, Ortakoy und die Festung Rumeli Hisari die Aufmerksamkeit auf sich. Auf der asiatischen Seite werden häufig der Stadtteil Uskudar, der Beylerbeyi-Palast, die Uferpromenaden von Kuzguncuk und die Festung Anadolu Hisari betrachtet. Zu verschiedenen Tageszeiten verändert sich auch der Eindruck der Meerenge: morgens ist hier das städtische Verkehrsleben deutlicher spurbar, und gegen Abend treten die Silhouetten von Moscheen, Palästen und Brucken besser hervor.
Der Bosporus eignet sich auch fur Spaziergänge am Ufer. Beliebt sind die Promenaden in Ortakoy, Bebek, Arnavutkoy, Uskudar und Kadikoy, wo man den Schiffsverkehr beobachten, auf Fähren umsteigen und Zwischenstopps in den Kustenvierteln einlegen kann. In der Nähe des sudlichen Teils der Meerenge befinden sich das historische Zentrum Istanbuls, das Goldene Horn, der Galataturm und der Ägyptische Basar.
Am einfachsten erreicht man den Bosporus mit den städtischen Fähren, der Metro, der Straßenbahn und den Bussen – die Wahl hängt davon ab, welchen Abschnitt des Ufers Sie ansteuern. Fur den ersten Ausflug wählen viele Reisende die Anlegestellen Eminonu, Kabatas, Besiktas, Uskudar oder Kadikoy.
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Fotos des Bosporus
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