Kirche der Gottesmutter Pammakaristos
Kirche der Gottesmutter Pammakaristos, Fatih, Istanbul, Turkei
Die Kirche der Gottesmutter Pammakaristos befindet sich im Istanbuler Stadtteil Fatih, auf einer Anhohe unweit des Ufers des Goldenen Horns. Sie ist eines der bemerkenswerten Denkmäler der spätbyzantinischen Zeit, an dem sich nachvollziehen lässt, wie sich die Stadt von der byzantinischen Hauptstadt zum osmanischen Istanbul wandelte. Heute ist der Komplex auch unter seinem osmanischen Namen Fethiye-Camii bekannt.
Die Hauptkirche wird gewohnlich dem 12. Jahrhundert zugeschrieben, obwohl einzelne Teile des Bauwerks später umgebaut worden sein konnten. Nach der Eroberung Konstantinopels diente die Kirche einige Zeit als Residenz des Konstantinopler Patriarchats und wurde Ende des 16. Jahrhunderts in eine Moschee umgewandelt. Im Zuge dieses Umbaus wurde der Innenraum des Hauptgebäudes entsprechend der muslimischen Tradition verändert.
Das großte Interesse der Besucher gilt dem Parekklesion - einer Seitenkapelle, in der byzantinische Mosaiken und Fresken erhalten geblieben sind. Gerade sie machen Pammakaristos zu einer wichtigen Station fur alle, die sich fur Kunst und Geschichte von Byzanz interessieren. Aufgrund seiner kunstlerischen Bedeutung wird dieses Ensemble oft als eines der interessantesten in Istanbul nach der Hagia Sophia und dem Kariye-Museum bezeichnet.
Heute vereint der Komplex zwei Funktionen: Das Hauptgebäude wird weiterhin als Moschee genutzt, während das Parekklesion als Museumsbereich fur Besichtigungen geoffnet ist. Dieser Ort eignet sich fur alle, die ein nicht ganz so bekanntes, aber inhaltlich bedeutendes Denkmal Istanbuls sehen und das byzantinische Erbe abseits der meistbesuchten Routen in ruhigerer Atmosphäre kennenlernen mochten.
Kirche der Gottesmutter Pammakaristos auf der Karte
Kirche der Gottesmutter Pammakaristos - Parekklesion und Museumsbereich
Eine kleine Kapelle bewahrt Fresken und Mosaiken aus der spätbyzantinischen Zeit.
Byzantinische Mosaiken und eine Kapelle neben einer aktiven Moschee
Beim Besuch richtet sich die großte Aufmerksamkeit gewohnlich auf das Parekklesion. Hier lassen sich Mosaikkompositionen und Fragmente von Wandmalereien betrachten, die von der spätbyzantinischen Ausstattung erhalten geblieben sind. Die geringe Große der Kapelle ermoglicht es, Details aus nächster Nähe zu sehen als in großen Kirchen, und die Gestaltung byzantinischer Gedächtniskapellen besser nachzuvollziehen.
Das Hauptgebäude des Komplexes wird anders wahrgenommen: Sein Innenraum ist bereits mit der osmanischen Etappe der Geschichte verbunden, sodass der Besuch eine seltene Gelegenheit bietet, zwei kulturelle Schichten innerhalb eines einzigen Denkmals zu vergleichen. Vor dem Eintritt sollte man berucksichtigen, dass die aktive Moschee während des Gebets teilweise nicht zugänglich sein kann und dass bei der Besichtigung die Regeln fur den Besuch religioser Orte zu beachten sind.
Pammakaristos ist besonders interessant fur diejenigen, die die Hagia Sophia oder Kariye bereits gesehen haben und ihre Bekanntschaft mit der byzantinischen Kunst in einem weniger frequentierten Teil der Stadt fortsetzen mochten. Unweit befinden sich die Viertel Balat und Fener, sodass sich die Besichtigung der Kirche gut mit einem Spaziergang durch die historischen Straßen am Goldenen Horn verbinden lässt.
Von der Istanbuler Innenstadt aus erreicht man den Ort bequem mit dem Bus oder Taxi in Richtung Fener und Carsamba und geht anschließend zu Fuß durch die Straßen von Fatih. Vor dem Besuch ist es sinnvoll, sich im Voraus uber die aktuellen Zugangsregelungen zum Museumsbereich und die Besuchszeiten der Moschee zu informieren.
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