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Direkli-Kirche

Direkli-Kirche

Direkli-Kirche im Ihlara-Tal, Kappadokien, Turkei

Die Direkli-Kirche befindet sich im Ihlara-Tal in Kappadokien, unweit des Dorfes Belisirma, am Fluss Melendiz. Es handelt sich um eine byzantinische Felsenkirche, die in das fur diese Gegend typische weiche vulkanische Gestein gehauen wurde. Sie wird gewohnlich während einer Wanderung durch das Tal besichtigt, in dem viele ähnliche Kirchen und klosterliche Räume erhalten geblieben sind.

Das genaue Entstehungsdatum der Kirche ist unbekannt. Aufgrund der Besonderheiten des Grundrisses und der Reste der Wandmalerei wird sie der fruhmittelalterlichen Periode zugeordnet, wobei Forscher einen Teil der Veränderungen mit späteren Nutzungsphasen verbinden, darunter auch im 11. Jahrhundert. Der turkische Name Direkli bedeutet „mit Säulen“ und weist auf die inneren Stutzen hin, die dieses Denkmal unter den anderen kleinen Felsenkirchen des Tals hervorheben.

Der Innenraum ist durch aus dem Felsen herausgearbeitete Säulen gegliedert, und im ostlichen Teil befindet sich eine Apsis. Im Inneren sind Nischen und Elemente erkennbar, die mit der Bestattungs- und Klosterfunktion des Komplexes verbunden sind. Diese Raumorganisation hilft zu verstehen, wie die Felsenkirchen Kappadokiens nicht nur fur Gottesdienste genutzt wurden, sondern auch als Teil eines breiteren klosterlichen Umfelds.

An den Wänden sind Fragmente von Malereien aus verschiedenen Epochen erhalten. Dazu zählen Kreuze und ornamentale Motive, die gewohnlich mit der ikonoklastischen Epoche des 8.-9. Jahrhunderts in Verbindung gebracht werden, sowie spätere Malschichten, die uber dem fruhen Dekor aufgetragen wurden. Trotz des ungleichmäßigen Erhaltungszustands ist die Direkli-Kirche fur diejenigen von Interesse, die die Entwicklung der Felsenarchitektur und der Wandmalerei im Ihlara-Tal sehen mochten.

Direkli-Kirche auf der Karte

Direkli-Kirche - Grundriss, Wandmalereien und Lage im Ihlara-Tal

Das Interieur zeigt die Aushauungsmethoden und die vielschichtige Malerei des Denkmals

Direkli-Kirche

Felseninterieur mit Stutzsäulen und Schichten alter Wandmalereien

Das Hauptmerkmal der Kirche ist der Innenraum, in dem die Stutzsäulen nicht angebaut, sondern beim Aushauen des Raums direkt im Fels belassen wurden. Dadurch lässt sich die Technik der Schaffung kappadokischer Felsenkirchen gut nachvollziehen. Im Inneren sollte man auch auf die Apsis, die Nischen in den Wänden und die Spuren von Grabelementen achten, die in einer Reihe religioser Denkmäler des Ihlara-Tals vorkommen.

Bei der Besichtigung sollte man nicht nur auf das Gesamtvolumen des Raums achten, sondern auch auf die Wandflächen. Hier sind Fragmente mehrerer dekorativer Schichten sichtbar: schlichte Kreuze und geometrische Muster stehen neben späteren Malereien, die nur teilweise erhalten geblieben sind. Aufgrund des Alters und der naturlichen Abnutzung sind die Details nicht uberall erkennbar, daher betrachtet man sie am besten bei gutem Tageslicht.

Der Besuch der Kirche ist gewohnlich Teil eines Spaziergangs durch das Ihlara-Tal, wo die Route entlang des Flusses Melendiz zwischen Felswänden und grunen Uferabschnitten verläuft. In der Nähe befinden sich auch andere bekannte Felsenkirchen, darunter die Agacalti-Kirche und die Sumbullu-Kirche, sodass sich die Besichtigung von Direkli bequem mit dem Besuch mehrerer Denkmäler während eines Spaziergangs verbinden lässt.

Die Kirche erreicht man gewohnlich zu Fuß auf dem Talweg von den Eingängen in Ihlara oder Belisirma aus. Fur den Besuch sollte man bequeme Schuhe wählen, da die Route uber unebene Abschnitte und Treppen fuhrt.

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