Kirche des Nikephoros Phokas
Kirche des Nikephoros Phokas in Cavusin, Kappadokien, Turkei
Die Kirche des Nikephoros Phokas befindet sich am Eingang von Cavusin – einer alten Siedlung in Kappadokien zwischen Goreme und Avanos in der Provinz Nevsehir. Es handelt sich um eine christliche Felsenkirche aus dem 10. Jahrhundert, die in weichen vulkanischen Tuffstein gehauen wurde. Sie wird gewohnlich auf die Jahre 964–965 datiert, und die Verbindung zum byzantinischen Kaiser Nikephoros II. Phokas wird durch griechische Inschriften und die lokale historische Tradition erklärt.
Die Kirche gehort zu den kappadokischen Hohlenkirchen, bei denen die Architektur buchstäblich in den Fels eingebettet ist. Im Inneren sind ein längliches Schiff, ein gewolbter Deckenabschluss, eine Apsis und der Eingangsbereich erhalten geblieben. In der Nähe sind in den Fels gehauene Nischen, Durchgänge und kleine Räume sichtbar, die an die mehrgeschossige Bebauung des alten Cavusin erinnern.
Der großte Wert der Kirche sind die Wandmalereien aus der mittelbyzantinischen Zeit. An den Gewolben, Wänden und in der Apsis sind Szenen aus dem Neuen Testament sowie Darstellungen von Christus, der Gottesmutter, Aposteln, Erzengeln und Heiligen erhalten geblieben. Griechische Inschriften helfen dabei, die Malereien genauer zu datieren, und verbinden das Denkmal mit einer wichtigen Etappe in der Entwicklung der Kunst Kappadokiens.
Fur Touristen ist dieser Ort nicht nur als antiker Tempel interessant, sondern auch als Teil der historischen Landschaft von Cavusin. Die Kirche zeigt, wie sich in Kappadokien Felsarchitektur, klosterliche Tradition und byzantinische Malerei verbanden. Der Besuch wird gewohnlich mit einem Spaziergang durch das alte Dorf und zu anderen Felsendenkmälern in der Umgebung kombiniert.
Kirche des Nikephoros Phokas auf der Karte
Innenraum und Malereien der Kirche des Nikephoros Phokas
Kleine Felsenkirche mit Fragmenten mittelbyzantinischer Fresken.
Fresken des 10. Jahrhunderts in einer Felsenkirche beim alten Cavusin
Im Inneren der Kirche ziehen gewohnlich die erhaltenen Fresken die Aufmerksamkeit auf sich, die in der Apsis, an den Wänden und an den Gewolben angebracht sind. Selbst in beschädigtem Zustand ermoglichen sie es, Kompositionen aus der mittelbyzantinischen Zeit zu betrachten und zu verstehen, wie das Ausmalungsprogramm in einer kleinen Felsenkirche aufgebaut war. Die Besichtigung erfolgt am besten in Ruhe und bei naturlichem Licht, um einzelne Figuren und Fragmente der Inschriften zu erkennen.
Der Kirchenraum selbst ist vergleichsweise kompakt, und das hilft dabei, Details des Grundrisses zu erkennen: das langgestreckte Schiff, das Gewolbe, den Altarraum und die in den Fels gehauenen Ubergänge. Der Eingang liegt oberhalb des Wegniveaus, daher muss man uber Stufen hinaufsteigen. Wegen der unebenen Oberfläche und des felsigen Reliefs ist Schuhwerk mit gutem Halt hier praktischer als gewohnliche Stadtschuhe.
In der Nähe kann man durch den historischen Teil von Cavusin gehen, wo Felsenwohnungen, alte Durchgänge und andere in den Fels gehauene Räume erhalten geblieben sind; unweit davon befinden sich auch die bekannten Täler Kappadokiens und die Museumsbereiche von Goreme. Eine Fahrt zur Kirche wird oft in eine Route zwischen Goreme, Cavusin und Avanos aufgenommen.
Am einfachsten erreicht man diesen Ort mit dem Auto oder im Rahmen einer Kappadokien-Tour, da die Kirche an der Straße in der Nähe von Cavusin zwischen Goreme und Avanos liegt.
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Fotos der Kirche und der Fresken
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