Selime-Kloster
Selime-Kloster in Kappadokien, Turkei - in den Fels gehauener Klosterkomplex
Das Selime-Kloster befindet sich in Kappadokien, am nordlichen Ausgang des Ihlara-Tals, neben der Ortschaft Selime in der Provinz Aksaray. Es ist einer der großten in den Fels gehauenen Klosterkomplexe der Region und wurde in weichen vulkanischen Tuffstein gehauen. Der Hauptteil der Räume stammt aus der byzantinischen Zeit, als sich Hohlenkloster und Kirchen in Zentralanatolien aktiv entwickelten.
Der Komplex umfasst Zellen, Speiseräume, Kuchen, Wirtschaftsräume und geräumige Säle, die durch Ubergänge, Treppen und offene Flächen miteinander verbunden sind. Besonders hervorzuheben ist ein großer kirchenartiger Raum mit Apsis, Säulen, Bogen und Nischen. An der erhaltenen Struktur ist gut zu erkennen, wie der Alltag, das Gebet und die wirtschaftlichen Tätigkeiten in diesem Felsenkloster organisiert waren.
Ein Teil der Wände und Gewolbe hat Spuren von Malereien bewahrt, obwohl viele Darstellungen durch die Zeit und die spätere Nutzung der Räume beschädigt wurden. Auf einigen Flächen ist Ruß vom Feuer sichtbar, das hier in späteren Epochen entfacht wurde. Fur Besucher ist das Kloster nicht nur wegen seiner Geschichte interessant, sondern auch wegen der Moglichkeit, einen großen und komplexen Hohlenkomplex zu sehen, in dem die Architektur buchstäblich in den Fels eingebettet ist.
Von den oberen Ebenen eroffnen sich Ausblicke auf das Ihlara-Tal, das Flussbett des Melendiz und die umliegenden Tuffhänge. Die Besichtigung ist mit steilen Anstiegen, unebenen Stufen und engen Durchgängen verbunden, daher ist bequemes Schuhwerk besonders wichtig. Ein Besuch hier wird oft mit einem Spaziergang durch das Ihlara-Tal kombiniert, da das Kloster an dessen nordlichem Ende liegt.
Selime-Kloster auf der Karte
Selime-Kloster - Ebenen, Säle und Durchgänge im Tuff
Die Besichtigung erfordert wegen der engen Durchgänge und unebenen Stufen Vorsicht.
Großer Felskomplex mit kirchlichen Sälen und Terrassen
Während der Besichtigung kann man mehrere Ebenen von Räumen durchqueren, die direkt in das Felsmassiv gehauen wurden. Im Inneren sind Wohnräume, Gemeinschaftssäle, Aufbewahrungsnischen, Kuchen mit Luftungsoffnungen und Bereiche zu erkennen, die Forscher mit wirtschaftlichen Zwecken in Verbindung bringen. Die Ubergänge zwischen den Teilen des Komplexes sind stellenweise eng, und die Treppen sind unmittelbar in den Tuff gehauen, weshalb der Rundgang Vorsicht erfordert.
Die großte Aufmerksamkeit zieht gewohnlich der große kirchliche Saal auf sich, in dem charakteristische Elemente der byzantinischen Felsarchitektur erhalten geblieben sind – Apsis, Stutzen, Bogenoffnungen und in die Wände gehauene Vertiefungen. Selbst dort, wo der Dekor verloren gegangen ist, lassen sich das Volumen des Raumes und seine Funktion gut erkennen. In einzelnen Bereichen sind Reste der Wandmalerei zu sehen, doch ein erheblicher Teil der Oberfläche hat unter der Zeit, Erosion und Ruß gelitten.
Von den Aussichtsflächen und oberen Terrassen aus lässt sich die umliegende Landschaft gut betrachten: der Eingang zum Ihlara-Tal, das Flussbett des Melendiz und die hellen Tufffelsen, die fur diesen Teil Kappadokiens charakteristisch sind. In der Nähe befinden sich das Ihlara-Tal selbst und kleine Ortschaften mit traditioneller Bebauung, daher wird der Ausflug oft durch einen Spaziergang durch die Schlucht oder einen Halt an Aussichtspunkten ergänzt.
Das Kloster erreicht man in der Regel mit dem Auto oder im Rahmen eines Ausflugs aus den Regionen Kappadokiens und aus Aksaray. Vor dem Besuch sollte man berucksichtigen, dass einige Bereiche aus Sicherheitsgrunden oder während Konservierungsarbeiten vorubergehend fur den Zugang gesperrt sein konnen.
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Fotos des Selime-Klosters
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