Kloster Eskigumus
Kloster Eskigumus in Kappadokien, Turkei
Das Kloster Eskigumus befindet sich in der Ortschaft Gumusler unweit der Stadt Nigde am sudlichen Rand des historischen Kappadokiens. Es ist einer der am besten erhaltenen in Fels gehauenen Klosterkomplexe der Region, entstanden in byzantinischer Zeit und gewohnlich dem 10.–11. Jahrhundert zugeordnet. Es wurde in das weiche vulkanische Gestein gehauen, das fur diesen Teil Zentralanatoliens charakteristisch ist.
Der Komplex ist um einen offenen Innenhof angelegt. Um ihn herum befinden sich Monchszellen, Wirtschaftsräume, ein Speisesaal und weitere in den Fels gehauene Bereiche, die mit dem alltäglichen Leben des Klosters verbunden waren. Die Hauptkirche liegt ebenfalls im Felsmassiv und bewahrt markante architektonische Details, darunter Säulen, Bogen und Nischen, die direkt aus dem Stein gehauen wurden.
Besonders bekannt wurde das Kloster durch seine Wandmalereien. In der Kirche haben sich Fresken aus der mittelbyzantinischen Zeit mit Szenen aus dem Leben Christi sowie Darstellungen von Aposteln, Erzengeln und Heiligen erhalten. Besonders häufig wird das Bild der Gottesmutter mit dem Kind erwähnt, das sich durch einen fur solche Denkmäler seltenen sanften, beinahe lächelnden Gesichtsausdruck auszeichnet.
Eskigumus ist insofern interessant, als man hier nicht nur den Sakralraum, sondern auch die nahezu vollständige Struktur eines an das Leben im Fels angepassten Klosters sehen kann. Ein Besuch dieses Ortes hilft, sich besser vorzustellen, wie die religiosen Zentren des byzantinischen Kappadokiens außerhalb der bekanntesten touristischen Täler aufgebaut waren.
Kloster Eskigumus auf der Karte
Wie das Kloster Eskigumus und seine Fresken aufgebaut sind
Der Innenhof und die Zellen zeigen die Organisation des klosterlichen Lebens.
Byzantinischer Felskomplex mit gut erhaltenen Fresken
Während der Besichtigung durchqueren Besucher den Hof und die angrenzenden Räume, wo besonders deutlich wird, wie das klosterliche Leben im begrenzten Felsraum organisiert war. Hier lassen sich Wohnräume, Wirtschaftsbereiche, Durchgänge und die Kirche betrachten, die zu einem einheitlichen Ensemble verbunden sind. Die steinerne Anlage ist ausreichend klar erhalten, sodass der Rundgang durch den Komplex als zusammenhängend und gut nachvollziehbar wahrgenommen wird.
Die großte Aufmerksamkeit zieht in der Regel die Kirche mit ihren Fresken auf sich. Die Malereien bedecken Wände und Gewolbe, und in einzelnen Bereichen sind Figuren von Heiligen und evangelische Szenen gut erkennbar. Fur Besucher ist dies eine seltene Gelegenheit, ein Denkmal zu sehen, in dem Architektur und Malerei der byzantinischen Epoche gemeinsam und nicht getrennt voneinander erhalten geblieben sind.
Ein Ausflug nach Gumusler wird oft mit einem Besuch der Stadt Nigde und ihrer historischen Denkmäler sowie mit Routen durch den sudlichen Teil Kappadokiens verbunden. Dieser Ort eignet sich besonders fur diejenigen, die weniger bekannte Felskomplexe außerhalb der am stärksten besuchten touristischen Zonen sehen mochten.
Das Kloster wird gewohnlich von Nigde aus mit dem Auto oder Taxi erreicht, da die Ortschaft Gumusler ganz in der Nähe der Stadt liegt. Vor dem Besuch sollte man berucksichtigen, dass es im Inneren unebene Steinoberflächen und Bereiche mit gedämpfter Beleuchtung geben kann.
Die besten Reisen und Erlebnisse auf dem Kontinent
Fotos von Eskigumus
Geführte Touren, beliebte Sehenswürdigkeiten und Top-Hotels auf dem ganzen Kontinent