Top Travel Tours
Murat-Pascha-Moschee

Murat-Pascha-Moschee

Murat-Pascha-Moschee im Stadtteil Fatih, Istanbul

Die Murat-Pascha-Moschee befindet sich im europäischen Teil Istanbuls, im Stadtteil Fatih, unweit von Aksaray. Sie zählt zu den fruhen osmanischen Moscheen, die kurz nach der Eroberung Konstantinopels im 15. Jahrhundert in der Stadt entstanden. Das Bauwerk wird gewohnlich mit dem Großwesir Has Murat Pascha in Verbindung gebracht, der unter Sultan Mehmed II. diente.

Das Hauptmerkmal des Gebäudes ist sein fruhosmanischer Grundriss. Die Moschee besteht aus zwei nacheinander verbundenen quadratischen Sälen, die von zwei gleich großen Kuppeln uberdeckt werden. Vor dem Eingang befindet sich ein breiterer Portikus mit funf kleinen Kuppeln auf Säulen. Diese Komposition erinnert an ein umgekehrtes „T“ und ist mit dem sogenannten Bursa-Typ verbunden, der fur die osmanische Architektur der Fruhzeit charakteristisch ist.

Außen fällt das Mauerwerk mit dem Wechsel von Stein und Ziegel auf – ein Stilmittel, das in Bauten jener Zeit häufig vorkommt. Bemerkenswert sind auch die Marmorsäulen des Portikus, die wahrscheinlich aus älteren byzantinischen Bauwerken stammen. Uber dem Eingang ist eine kalligrafische Inschrift erhalten geblieben, die traditionell dem Meister Ali Sufi zugeschrieben wird.

Fur Touristen ist die Moschee nicht nur wegen ihres Alters interessant, sondern auch wegen der Moglichkeit zu sehen, wie die osmanische Architektur in den ersten Jahrzehnten nach der Umwandlung Istanbuls in die Hauptstadt des Reiches aussah. Sie ist kein besonders auffälliges Denkmal vor dem Hintergrund der großen Moscheen der Stadt, doch gerade deshalb wird sie oft von denen besucht, die die historische Bebauung von Fatih abseits der beliebtesten Routen besser verstehen mochten.

Murat-Pascha-Moschee auf der Karte

Architektur und Grundriss der Murat-Pascha-Moschee

Steinmauerwerk und ein zuruckhaltender innerer Grundriss spiegeln den fruhosmanischen Stil wider.

Murat-Pascha-Moschee

Fruhosmanischer Grundriss mit zwei kuppeluberdeckten Sälen

Bei der Besichtigung lohnt es sich, auf die Gesamtkomposition des Gebäudes zu achten: Zuerst sieht man den Portikus, dahinter folgen zwei hintereinander angeordnete Innenräume unter Kuppeln. Dieser Grundrisstyp unterscheidet sich von den späteren großen imperialen Moscheen Istanbuls und hilft zu verstehen, wie sich die osmanische Sakralarchitektur im 15. und 16. Jahrhundert veränderte. Am besten lassen sich die Besonderheiten des Baus von außen erkennen, wo die Proportionen der Baukorper und die Struktur der Fassaden deutlich sichtbar sind.

Interessant sind auch die Details der Gestaltung: die Marmorsäulen am Eingang, die Kombination von Ziegel und Stein im Mauerwerk sowie die kalligrafische Inschrift uber dem Portal. Im Inneren achten Besucher meist auf den zuruckhaltend gestalteten Raum des Gebetssaals, in dem die architektonische Form wichtiger ist als uppige Dekoration. Beim Besuch sollte berucksichtigt werden, dass es sich um eine aktive Moschee handelt, daher sollte man Ruhe bewahren, geschlossene Kleidung wählen und den Innenraum während des Gebets nicht ohne Not betreten.

Die Moschee lässt sich bequem in einen Spaziergang durch das historische Fatih einbinden. In der Nähe befinden sich der Stadtteil Aksaray, die Pertevniyal-Valide-Sultan-Moschee und mehrere belebte Straßen mit lokalen Geschäften und Cafés, und etwas weiter beginnt der Weg zur Fatih-Moschee und zu weiteren Denkmälern der Altstadt.

Am einfachsten gelangt man mit der Straßenbahn T1 oder der Metro bis in den Stadtteil Aksaray und geht dann noch einige Minuten zu Fuß. Wegen der Nähe zu großen Straßen lässt sich das Gebäude leicht ubersehen, daher ist es praktischer, es im Voraus auf der Karte zu markieren.

Mehr anzeigen Weniger anzeigen
Wählen Sie die beste Option für Ihre Reise

Geführte Touren, beliebte Sehenswürdigkeiten und Top-Hotels auf dem ganzen Kontinent

Sign in or create account

Mit der Kontoerstellung stimmen Sie unseren Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung zu.