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Ahmed-III.-Brunnen

Ahmed-III.-Brunnen

Ahmed-III.-Brunnen auf dem Sultanahmet-Platz, Istanbul, Turkei

Der Ahmed-III.-Brunnen befindet sich im historischen Zentrum Istanbuls, auf dem Sultanahmet-Platz, zwischen dem Topkapi-Palast und der Hagia Sophia. Er ist eines der auffälligsten Straßenmonumente des osmanischen Istanbuls vom Beginn des 18. Jahrhunderts und mit der Regierungszeit von Sultan Ahmed III. verbunden. Der Brunnen wurde als offentliches Bauwerk zur Ausgabe von Trinkwasser und als wichtiges Element des städtischen Raums am repräsentativen Eingang zum Palastkomplex geschaffen.

Der 1728 errichtete Brunnen gehort zur Tulpenzeit – einer Epoche, in der in der osmanischen Architektur die Aufmerksamkeit fur Dekorativität und die Eleganz der Ausgestaltung zunahm. Das Bauwerk ist in Form eines freistehenden Pavillons mit quadratischem Grundriss, breitem Gesims und kleinen kuppelartigen Abschlussen an den Ecken ausgefuhrt. An seinen Fassaden befinden sich Sebile und Nischen, an denen einst Wasser an Passanten ausgegeben wurde.

Von besonderem Interesse ist die Gestaltung des Monuments. Die Fassaden sind mit feiner Steinmetzarbeit, pflanzlichem und floralem Ornament sowie kalligrafischen Inschriften bedeckt. Die poetischen Texte auf den Tafeln stehen im Zusammenhang mit dem Thema Wasser, Wohltätigkeit und sultanischer Schirmherrschaft. Dadurch ist der Brunnen nicht nur als architektonisches Objekt interessant, sondern auch als Denkmal der osmanischen Kunstkultur.

Heute kommen die Menschen vor allem wegen des historischen Ambientes von Sultanahmet und der Moglichkeit hierher, eines der charakteristischen Denkmäler der späten osmanischen Architektur zu betrachten. Der Brunnen lässt sich bequem in einen Spaziergang durch die Altstadt einbeziehen: Er steht in der Nähe der wichtigsten Sehenswurdigkeiten des Viertels und wird gut als Teil des Ensembles des Platzes und der Palastumgebung wahrgenommen.

Ahmed-III.-Brunnen auf der Karte

Ahmed-III.-Brunnen: Schnitzerei, Ornament und Inschriften

Das Bauwerk verbindet offentliche Funktion und dekorative Gestaltung der spätosmanischen Zeit.

Ahmed-III.-Brunnen

Geschnitzter Pavillon mit poetischen Inschriften am Eingang zum Topkapi-Palast

Beim Brunnen lohnt es sich, auf jede der vier Seiten zu achten: Die Komposition der Fassaden ist so durchdacht, dass das Bauwerk als eigenständiger städtischer Pavillon und nicht bloß als Wasserquelle wahrgenommen wird. Am besten erkennbar sind das breite vorspringende Gesims, die dekorativen Fenstergitter der Sebile, die Ecksäulen und die sorgfältig ausgearbeiteten Reliefs mit floralen Motiven. Die Details sind besonders gut bei Tageslicht zu erkennen, wenn die Tiefe der Steinmetzarbeit sichtbar wird.

Besucher besichtigen den Brunnen gewohnlich von außen, gehen um ihn herum und betrachten die Inschriften und Ornamente an den verschiedenen Fassaden. Es handelt sich nicht um ein Innenraumobjekt, daher nimmt der Besuch nur wenig Zeit in Anspruch, bietet jedoch einen guten Anlass, auf dem Platz zu verweilen und zu sehen, wie die offentliche Architektur des Osmanischen Reiches praktische Funktion und Repräsentativität verband. Fur diejenigen, die sich fur die Geschichte der Stadt interessieren, hilft der Brunnen dabei, die Struktur des alten Istanbuls besser zu verstehen, in dem Wasser ein wichtiger Bestandteil der städtischen Wohltätigkeit war.

Ganz in der Nähe befinden sich der Topkapi-Palast, die Hagia Sophia, die Cisterna Basilica und die Blaue Moschee, daher lässt sich der Brunnen bequem während eines Spaziergangs durch das Viertel Sultanahmet besichtigen. Am einfachsten erreicht man ihn mit der Straßenbahn T1 bis zur Haltestelle Sultanahmet oder Gulhane, von wo aus man den Platz in wenigen Minuten zu Fuß erreichen kann.

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